Türkische Bauunternehmen betrügen arabische Investoren

Einige türkische Bauunternehmen sollen Immobilienkäufer aus dem Emirat Kuwait mehrmals betrogen haben. Die Geschädigten machten den Fehler, die Zahlung vor Leistungs-Erbringung zu entrichten. Doch die Arbeiten sollen in mehreren Fällen nicht ausgeführt worden sein.

Das Wirtschaftsministerium des Emirats Kuwait hat die Teilnahme türkischer Unternehmen an der geplanten Baumesse vom 16. bis zum 18. September gestoppt. Die Messe wurde abgesagt. Grund für die Entscheidung ist der enorme Vertrauensverlust bei den Kuwaitern beim Kauf von Immobilien in der Türkei.

Eine Reihe von Kuwaitern sollen ihre noch nicht erbauten Wohnsitze im Voraus bezahlt haben. Doch die Leistung soll ausgeblieben sein. Nun möchte das Ministerium jedes türkische Bauunternehmen genauer unter die Lupe nehmen, bevor eine Teilnahme an der Messe genehmigt wird.

„Die türkischen Offiziellen müssen unverzüglich Vorkehrungen treffen, um inländische und ausländische Investoren zu schützen“, zitiert die Wirtschaftszeitung Bigpara Hamit Demir, Vorsitzender des türkischen Bauunternehmens Demir İnşaat.

Demirs Warnung ist nicht unbegründet. Denn die türkische Baubranche ist ein starkes Zugpferd der türkischen Wirtschaft. Privater Immobilienbesitz hingegen wird zumeist auf Pump finanziert, was erhebliche Risiken birgt, so das Immobilien-Magazin Bellevue.

Genau an diesem Phänomen – 50.000 private Immobilienkredite, die nicht zurückgezahlt werden können – entzündete sich Ende 2007 die internationale Finanzkrise (mehr hier).

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