Verstärkte Präsenz vor syrischer Küste: Russen entsenden weitere Kriegsschiffe

Russland entsendet erneut Kriegsschiffe ins Mittelmeer. Am Freitag wurde ein Zerstörer bei der Durchquerung des Bosporus beobachtet. Auch Putin ist offenbar skeptisch in Bezug auf eine Lösung des Syrien-Konflikts und verstärkt die russische Präsenz im östlichen Mittelmeer.

Russland positioniert offenbar weiterhin Kriegsschiffe im Mittelmeer. Der Zerstörer „Smetlivy“ passierte am Freitagmorgen den Bosporus, um ins Mittelmeer zu gelangen. Das 114-Meter-Schiff ist eines der Kriegsschiffe, die Russland ohnehin schon ins Mittelmeer entsandt hat.

Am Freitag sagte die russische Marine, dass sie ihre Präsenz im Mittelmeer aufstocken wird. Bald sollen bis zu zehn Kriegsschiffe im Gebiet nahe der syrischen Küste aufhalten.

„Das ist das übliche Verfahren aller Flotten der Welt, dort zu sein, wo die Spannung sich erhöht“, zitiert RT den Oberkommandierenden der Russischen Seekriegsflotte, Admiral Viktor Tschirkow. Russland werde seine Mittelmeerflotte aufbauen, bis sie ausreichend groß sei, um Russlands Sicherheit zu gewährleisten.

Anfang September passierten bereits das Spionageschiff „Proazovye“ des Typs SSV-201 sowie die Landungsschiffe „Novocherkassk“ und „Minsk“ den Bosporus auf dem Weg ins Mittelmeer. Auch im August verstärkte Russland ganz offiziell die Präsenz im Mittelmeer vor der syrischen Küste mit Raketenkreuzern (mehr hier). Auf diese Weise sollte eine Reaktion auf einen Militärschlag der USA gewährleistet werden.

Am Freitag setzen US-Außenminister John Kerry und der russische Außenminister Sergei Lawrow ihre Syrien-Gespräche in Genf fort. Sie verhandeln die Details des russischen Plans, die syrischen Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen. Dabei sagte Kerry, Syrien müsse die Chemiewaffen vollständig, nachvollziehbar und zeitnah übergeben. Andernfalls müsse es Konsequenzen geben, zitiert ihn der Guardian.

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