Verbrechen gegen die Menschlichkeit: UN-Bericht belastet Syriens Assad schwer

Der UN liegen stichhaltige Beweise vor, wonach in Syrien C-Waffen eingesetzt wurden. Die Urheber des Einsatzes seien noch nicht klar. Doch der syrische Präsident Baschar al-Assad soll „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begangen haben.

Der von der UN in Auftrag gegebene und noch nicht veröffentlichte „Sellström-Bericht“ soll den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad schwer belasten. Das jedenfalls sagt UN-Generalsekretär Ban Ki-mon. Assad habe „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begangen.

Auch sei nun der Einsatz von C-Waffen endgültig bewiesen worden. Doch Ban Ki-mon sagte nicht direkt, dass Assad auch verantwortlich ist für den C-Waffen-Einsatz, berichtet der Guardian.

Am Donnerstag hatte Syrien beantragt, der Chemiewaffen-Konvention der UN beizutreten. Der russische Außenminister Sergei Lawrow hatte den Vorschlag gemacht, dass Syrien seine Chemiewaffen abgibt, um einen drohenden US-Militärschlag zu verhindern. Die Sicherung von syrischen C-Waffen sollte nach Vorschlag Moskaus in drei Phasen unterteilt werden.

In der ersten Phase sollte die Assad-Regierung der Konvention beitreten. In der zweiten Phase sollten die Lagerorte der Waffen festgestellt werden, um in der dritten Phase geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Waffen vorzunehmen, berichtet BBC.

Washington wirft der Assad-Regierung vor, am 21. August bei Damaskus durch Giftgas etwa 1.400 Menschen getötet zu haben. Doch die syrische Regierung weist jegliche Schuld zurück.

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