Russische Abgeordnet​e stellt Obama und Ehefrau als Affen dar

Das Duma-Mitglied Irina Rodnina macht keinen Hehl aus ihrem Rassismus gegen dunkelhäutige Menschen. Auf Twitter hat sie eine Collage gepostet, worin US-Präsident Obama und seine Frau Michelle Obama gierig nach einer Banane schauen. Doch Rodnina selbst sieht darin nichts Verwerfliches. Sie beruft sich auf die Meinungsfreiheit.

Die ehemalige russische Olympia-Siegerin im Eiskunstlauf und Duma-Abgeordnete, Irina Rodnina, hat auf Twitter eine rassistische Anti-Obama Collage gepostet. Auf dem schauen US-Präsident Obama und seine Ehefrau gierig auf eine Banane.

Es soll den Eindruck erweckt werden, dass es sich bei beiden nicht um Menschen, sondern um Affen handelt. Nach der erwarteten öffentlichen Entrüstung, hat Rodnina das Bild wieder entfernt. Doch sie ist überzeugt, dass sie nichts anstößiges gemacht habe. „Meinungsfreiheit ist Meinungsfreiheit. Jeder soll mit seinen Komplexen alleine klar kommen“, schreibt sie auf Twitter.

 

Der russische Oppositions-Politiker Alex Navalny nahm Rodnina in Schutz, berichtet Al Jazeera. Sie habe nur einen Scherz gemacht. Navalny selbst ist bekannt für seine rassistischen Äußerungen über Kaukasier und vergleicht sie mit mit „Insekten“ und „Kakerlaken“. Aus seinen engen Verbindungen zur rechtsradikalen Szene Russlands macht er kein Geheimnis. Doch zugleich ist er ein entschiedener Gegner Wladimir Putins.

Irina Rodnina selbst hat von 1992 bis 2002 in den USA gelebt und war als Eiskunstlauf-Trainerin tätig. Auch ihre Tochter Alyona Minkowski lebt und arbeitet in den USA. Sie ist in Kalifornien aufgewachsen und ist aktuell für die Huffington Post tätig, berichtet KM.RU. Umso erstaunlicher ist die rassistische Ablehnung von Irina Rodnina gegen US-Präsident Obama.

Doch offenbar ist er in Rodninas Augen weder ein vollwertiger Mensch noch ein echter Amerikaner.

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