Zerstörung der syrischen Chemiewaffen kann nicht kontrolliert werden

Die Pläne zur Zerstörung von syrischen C-Waffen wird von einigen US-Waffenexperten mit Argwohn beäugt. Sie glauben, dass das Assad-Regime den Abrüstungs-Prozess manipulieren könnte. Der ehemalige Syrien-Beauftragte der USA, Frederick Hof, hält das Regime für unzuverlässig. Eine Kontrolle des Prozesses werde sich schwierig gestalten.

Offenbar wird sich die Zerstörung der syrischen Chemiewaffen schwieriger gestalten als erwartet. US-Waffenexperten befürchten, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad einige der C-Waffen verstecken könnte.

Deshalb müsse die Zerstörung der C-Waffen so schnell wie möglich beginnen und abgeschlossen werden. Waffenexperten der ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats müssten den Prozess beobachten, so der Professor an der Georgetown Universität in Washington D.C., Robert Lieber.

Ein erfolgreicher Abschluss des Prozesses hänge von der Kooperations-Bereitschaft der Assad-Regierung ab. „Das Assad-Regime ist der Inbegriff der Unzuverlässigkeit“, zitiert Bloomberg den ehemaligen Syrien-Beauftragten der USA, Frederick Hof.

Auch Andrew Tabler vom Washington Institute for Near East Policy glaubt nicht an den Abrüstungs-Prozess. „Es würde mich sehr wundern, wenn das Regime den Zugang zu allen Orten gewährleisten würde“, so Tabler. Die Zerstörung der C-Waffen könne in diesem Sinne nicht kontrolliert werden.

Doch US-Außenminister John Kerry hatte am Samstag in Genf gesagt, dass es von nun an keine „Spielchen“ mehr seitens der syrischen Regierung dulden werde. Die amerikanische Regierung werde konsequent durchgreifen, falls das Assad Regime nicht kooperieren sollte (mehr hier).

Dann würde auch Russland einen Militärschlag gegen Syrien unterstützen. Darauf hatten sich Kerry mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow in Genf geeinigt.

Die US-Denkfabrik Globalsecurity schreibt in einem Artikel, dass das Assad-Regime über mehrere Hundert Tonnen an Senf-Gas, VX-Gas und Sarin-Gas verfügt. Das Nervengas VX ist weitaus giftiger, als Senf-Gas oder Sarin-Gas.

Produktions-Stätten von C-Waffen befänden sich in den Städten Al Safir, Hama, Homs, Lathakia und Palmyra. Weitere C-Waffen-Depots seien in Furqlus, Khan und Masyaf vorhanden. Das geht aus einer weiteren aktuellen Tabelle von Globalsecurity hervor.

Mehr zum Thema:

Verstärkte Präsenz vor syrischer Küste: Russen entsenden weitere Kriegsschiffe
Maroder Finanzhaushalt: Amerika kann keinen Krieg mehr führen
Abgabe der C-Waffen: Russlands Vorschlag ist für Obama ein Durchbruch

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.