Bodenschät​ze und Erdöl: Russland baut seine Position in der Arktis aus

In der Arktis befinden sich große Erdgas- und Erdölvorräte. Zahlreiche Staaten erheben Ansprüche auf das Nordpolarmeer. Russland gehört zu den entschiedensten Verfechtern seiner Interessen. Deshalb hat Putin gleich einen Schiffsverband in die Arktis aussenden lassen. Zudem sollen neue Stützpunkte ausgebaut werden.

Russland möchte Energieressourcen und Bodenschätze in der Arktis erschließen. Zu diesem Zweck soll auf der größten neusibirischen Insel Kotelny ein Militärflugplatz erbaut werden. Denn Voraussetzung für die Erschließung ist eine verstärkte Militär-Präsenz.

Arkadi Bachin, stellvertretender russischer Verteidigungsminister, sagt, dass Präsident Putin den Auftrag erteilt habe, die Präsenz der russischen Marine in strategisch wichtigen Arktisgebieten auszubauen, berichtet RIA Novosti.

„Wir sind in dieses Arktisgebiet gekommen oder besser gesagt zurückgekehrt, und zwar für immer und ewig (…) Vor uns stehen schwere Aufgaben, aber wir werden sie unbedingt erfüllen. Das Verteidigungsministerium wird die Aufgabe zur ständigen Militärpräsenz in der Arktis vollwertig erfüllen, um den Zugang zu den Ressourcen in dieser Region zu garantieren.“

Deshalb hat Moskau gleich einen ganzen Schiffsverband in die Arktis ausgesendet. Unter ihnen befinden sich der Atomraketenkreuzer „Pjotr Weliki“, mehrere Landungs- und Tankschiffe und Atomeisbrecher.

Doch nicht nur Russland stelle Ansprüche in der Arktis, sondern auch Kanada, die USA, Norwegen, Dänemark und die EU. Sogar China, Indien oder Brasilien möchten sich in der Arktis sowohl politisch als auch wirtschaftlich gut positionieren. Grenzstreitigkeiten im Bereich der Arktis werden sich offenbar verschärfen.

Neben dem Kampf um die Ressourcen geht es auch um die Sicherung der Nordostpassage. Sie ist ein Seeweg, welche sich entlang der Nordküsten Europas und Asiens vom Weißen Meer bis zur Beringstraße erstreckt. Die Länge der Nordostpassage beträgt etwa 6500 Kilometer.

Ihre Bedeutung für den internationalen Containerhandel wird sich in den kommenden Jahren erhöhen. Angesichts der globalen Erwärmung könnte es auf lange Sicht ein eisfreies Nordpolarmeer geben. Damit wäre dann auch die Nordostpassage problemlos nutzbar.

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