Gezi-Proteste: Zusammenstöße zwischen Polizei und tausenden Demonstranten

Bei einer Konzertveranstaltung in Istanbul ist es zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen der türkischen Polizei und Regierungsgegnern gekommen. Auslöser war das Errichten und Anzünden von Barrikaden seitens einiger Konzert-Teilnehmer.

Die Türkei kommt nicht zur Ruhe. In Istanbul ist es am Sonntag erneut zu Zusammenstößen zwischen türkischen Sicherheitskräften und tausenden Demonstranten gekommen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Unter den Demonstranten befanden sich mehrheitlich junge Menschen.

Sie hatten sich ursprünglich zu Open-Air-Konzerten im Stadtviertel Kadıköy unter dem Motto „Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden“ zusammengefunden, berichtet die Hürriyet.

Die Situation eskalierte als einige der Konzertbesucher Barrikaden errichteten und diese anzündeten. Im Fokus ihrer Kritik steht die türkische Regierung. Sie werfen dem türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan autoritäre Tendenzen vor.

Auch am vergangenen Donnerstagabend kam es erneut zu Demonstrationen im Istanbuler Stadtteil Kadıköy. Bereits am Vortag schritt die türkische Polizei hier massiv ein. Auch in Sarıgazi und Gazi kam es in der Nacht zu Unruhen.

In Kadıköy versammelten sich Demonstranten gegen 21.00 Uhr an der Kreuzung Bahariye Avenue und der Hauptverkehrsstraße des Viertels, die hinunter zu den Docks führt. Gemeinsam gedachten sie abermals dem am 10. September verstorbenen Ahmet Atakan und den fünf während der Gezi-Park-Proteste umgekommenen Demonstranten (mehr hier).

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