Syrien: Iranische Truppen bereiten sich auf Kriegs-Einsatz vor

Die Iranische Revolutionsgarde trainiert pro-iranische Araber in einem Militärcamp in der Nähe Teherans. Sie sollen nach gelungener Ausbildung nach Syrien geschickt werden, um gegen die syrischen Rebellen zu kämpfen.

Der syrische Bürgerkrieg wird offenbar so schnell kein Ende finden. Der Iran trainiert verbündete Milizen aus den arabischen Ländern in der Nähe von Teheran. Anschließend sollen die Ausgebildeten nach Syrien entsendet werden, um gegen die syrischen Rebellen zu kämpfen. Bei den Ausbildern handelt es sich um Offiziere der Iranischen Revolutionsgarde.

Den Kämpfern „wird gesagt, dass sie sich in einem heroischen Kampf für den schiitischen Islam befinden. Wer immer dabei umkommt, wird als Märtyrer den höchsten Grad erlangen“, zitiert WSJ einen iranischen Offizier.

Der Iran und Russland sind beide Unterstützer des Assad-Regimes. Die syrischen Rebellen hingegen werden unterstützt von den USA und weiteren arabischen Staaten, wie zum Beispiel Saudi Arabien oder Katar.

Doch die Unterstützung Teherans für Damaskus ist nicht ideologisch begründet. Vielmehr dient Syrien als Brücke für Waffenlieferungen an die schiitische Hisbollah im Libanon und die Hamas in Palästina. Zudem hat der Iran auch regionale Ambitionen und möchte alle Schiiten des Nahen Ostens für seine machtpolitischen Zwecke nutzen.

Der nordsyrische Führer der islamistischen al-Tawhid Bridagen, Abdulkadir Saleh, sagte der Cihan News Agency im Mai, dass das Assad-Regime de facto schon längst besiegt sei. „Die Kampfhandlungen finden zwischen dem syrischen Volk und bewaffneten Gruppen aus dem Iran und der Hisbollah statt“, so Saleh. Für die Iraner sei Syrien die 35. Provinz Teherans (mehr hier).

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