Geiselnahme in Österreich: Mann tötet Sanitäter und drei Polizisten

In Österreich tötete ein mutmaßlicher Wilderer auf der Flucht vor der Polizei drei Polizisten und einen Rettungssanitäter. Er hat sich in seinem Bauernhof verschanzt und ist umstellt.

Der Täter wurde am Dienstag in einem Wald bei Annaberg im niederösterreichischen Bezirk Melk von der Polizei angehalten. Anstatt sich zu stellen, flüchtete er, woraufhin es laut Innenministerium „zu mehreren Kontakten zwischen dem Verdächtigen und der Polizei“ kam. Dabei wurden zwei Polizisten und ein Rettungssanitäter durch Schüsse getötet.

Später flüchtete er in ein angrenzendes Waldstück, wo er eine Polizeistreife überfiel. Anschließend nahm er einen Streifenpolizisten als Geisel und flüchtete mit dem Polizeiauto zu seinem 65 Kilometer entfernten Bauernhof in Kollapriel, berichtet der Focus.

Der Täter soll schon seit Jahren als Wilderer sein Unwesen treiben. Die Polizei habe wegen des mutmaßlichen Wilderers sogar eine eigene Sonderkommission eingerichtet, schreibt heute.at. Er soll sechs Hirsche erschossen, deren Köpfe abgetrennt und den Torso einfach zurückgelassen haben.

Die Polizei ist mit Dutzenden Beamten der Cobra, einer Spezialeinheit der Polizei, am Bauernhof des Wilderers im Einsatz. Seit dem Morgen ist der Bauernhof umstellt. Das Bundesheer schickte einen Schützenpanzer vom Typ „Saurer“ zum Schauplatz der Geiselnahme, berichtet kurier.at. Das Einsatzgebiet ist kilometerweit abgesperrt, so der ORF.

Am Nachmittag wurde auch die Geisel tot aufgefunden, nachdem die Einsatzkräfte in den Bauernhof eingedrungen waren. Die Polizei geht nun davon aus, dass der Verdächtige alleine in dem Haus ist.

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