Fukushima: Verstrahltes Wasser fließt ins Meer

Nach einem Taifun drohte in Fukushima die Überflutung der Ruine des strahlenden Atomkraftwerks. Der Betreiber Tepco sagte, dass die Aktion völlig unbedenklich sei, da das Wasser nur leicht verstrahlt sei - und ließ große Teile davon einfach ins Meer ab.

Am Montag wurde in Fukushima verstrahltes Regenwasser in den Ozean abgeleitet. So wollte Tepco verhindern, dass der havarierte Atomreaktor Nr.1 durch das Wasser des Taifuns Man-yi überflutet wird.

Die Radioaktivität des Regenwassers sei niedrig genug, um es ins Meer abzulassen, zitiert The Japan Times die Betreiberfirma Tepco. Man habe entschieden, das Wasser abzulassen, weil es sonst möglicherweise den restlichen Komplex überflutet hätte. Tepco öffnete daher die Schranken, die das Wasser einzuschließen, das aus den mehr als 1.000 schnell gebauten Auffang-Becken austritt.

Nach Angaben von Tepco enthielt das ins Meer geleitete Wasser Strontium 90, das Knochenkrebs verursachen kann, wenn es mit der Nahrung aufgenommen wird. Die Beta-Strahlung habe aber unterhalb des Grenzwerts der japanischen Regierung von 30 Becquerel pro Liter gelegen.

In Bereichen, wo die Wasserproben höhere Strahlungswerte aufwiesen, habe man ein anderes Verfahren gewählt, so Tepco. Man habe es mithilfe von Pumpen an einen anderen Ort gebracht. Die Strahlungswerte dieses Wassers lagen mit bis zu 170.000 Becquerel pro Liter viel höher als zulässig.

In der AKW-Ruine von Fukushima scheint die Lage zu eskalieren. Über einem Reaktor-Gebäude stieg vor einigen Tagen Dampf auf. Zudem hat die Grundwasser-Verseuchung bedrohliche Werte angenommen.

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