Heimliche Enteignung: Die Finanzeliten übernehmen die Einkaufsstraßen der Welt

Die traditionellen Einkaufsstraßen in den Metropolen gehören längst nicht mit mehr den Nationen. Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, haben sich die Finanz-Eliten der Welt die Luxus-Viertel unter den Nagel gerissen. Ihre Komplizen sind die Lobbyisten der Immobilien-Branche. Geldwäsche und Steuerflucht spielen eine bedeutende Rolle bei diesem weltweiten Raubzug. Maximilianstraße in München, Bahnhofstraße in Zürich, Fifth Avenue in New York, Bagdad-Straße in Istanbul: All diese Straßen gehören längst nicht mehr den Nationen, in deren Städte die Straßen liegen.

Von der aktuellen Finanzkrise bleiben Immobilien in den Luxusstraßen von Weltmetropolen weitgehend unberührt. Zu ihnen gehören neben der „5th Avenue“ in New York und der Bahnhofstraße in Zürich auch die „Bagdad-Straße“ in Istanbul auch die Maximilianstraße in München. Dort kostet der Quadratmeter Wohnfläche derzeit etwa 14000 Euro.

Doch die Immobilien-Investoren sind oftmals keine Einheimischen, sondern reiche Ausländer. Sie kommen beispielsweise aus den USA, aus Großbritannien, aus den ölreichen arabischen Ländern oder aus Russland.

Oftmals stecken hinter ihnen internationale Netzwerke, die die Immobilienbranche zur Geldwäsche nutzen. Die Immobilien werden in diesen Fällen mit illegalem Geld erworben. In einer Studie der Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) heißt es, dass Investitionen im Immobilien-Sektor besonders geeignet seien für Geldwäsche. „Eine Verschleierung der Mittelherkunft und der Identität des wirtschaftlich Berechtigten ist sehr leicht möglich.“

Die Finanzierung erfolge unter anderem durch die Einbindung von Off-Shore-Standorten. Auch Steuerflucht ist ein Motiv für die reichen Investoren. In den Luxustraßen der Welt gehören viele Immobilien Briefkastenfirmen mit Sitzen in Steuerparadiesen, wie Dubai, Gibraltar oder Liechtenstein.

Während die Preise der Immobilien in den globalen Luxustraßen steigen, ist ein Preisverfall bei den übrigen Immobilien zu beobachten. Diese Immobilienblase abseits der Straßen der internationalen Superreichen platzt. Doch dem globalen Netzwerk der Immobilien-Lobbyisten kann das egal sein. Die sind damit beschäftigt, die Preise künstlich in die Höhe zu treiben.

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