Nach FED-Rede: Türkische Lira gewinnt wieder an Wert

Nach der Rede des US-Notenbank-Chefs Ben Bernanke erholt sich die Lira vorläufig. Die Ankündigung des Fed-Chefs, die lockere Geldpolitik fortzusetzen, ließ die Lira prompt drei Prozent an Wert gewinnen.

Nach der Rede des amerikanischen Notenbank-Chefs Ben Bernanke endete vorerst der dramatische Wertverlust der türkischen Lira. Die Lira gewann seit der Rede drei Prozent an Wert. Bernanke verkündete Mittwoch Abend, dass der Offenmarkt-Ausschuss der US-Notenbank Federal Reserve die Fortführung der Niedrigzinspolitik beschlossen hätte.

Damit werden weiterhin billige Dollar-Kredite verfügbar sein, die in vergleichsweise riskante Anlagemöglichkeiten in der Türkei und anderen Schwellenländern investiert werden können. Außerdem werde die Fed jeden Monat US-Staatsanleihen im Wert von 85 Milliarden Dollar kaufen, um den ohnehin vor der Pleite stehenden US-Haushalt zu stützen (mehr hier).

Die türkische Lira verliert seit Anfang 2013 massiv an Boden gegenüber dem Dollar. Lag der Kurs im Januar diesen Jahres noch bei 1,77 Lira für einen Dollar, erreichte er in den vergangenen Wochen die 2-Lira-Marke. An dieser Entwicklung haben viele Faktoren einen Anteil.

Alle Schwellenländer litten unter Gerüchten, die Fed würde ihre derzeit lockere Geldpolitik beenden. Außerdem setzt eine steigende Inflation der Lira an. Die türkische Zentralbank reagierte darauf im Juli mit einem um 0,75 Punkte erhöhten Leitzins (7,5 Prozent).

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