Keine Angst vor Rechtsradikalen: Athen baut erste Moschee

In Athen soll schon bald die erste Moschee entstehen. Seit der Bekanntgabe des Projekts schlägt das Projekt aufgrund der Kritik von Rechtsradikalen fehl. Jetzt sollen größere Unternehmen mit dem Bau beauftragt werden, die sich den Reaktionen stellen können.

Schon vor Monaten hatte die griechische Regierung angekündigt, in Athen eine Moschee für griechische Muslime errichten zu wollen. Bisher sind allerdings drei Ausschreibungen für den Bau der Moschee fehlgeschlagen. Nun bietet die Regierung den Bau auch größeren Unternehmen an und hofft auf eine schnelle Realisierung.

Insbesondere die Golden Dawn Partei hatte sich gegen eine Moschee in der griechischen Hauptstadt ausgesprochen und mit der Mobilisierung von 100.000 Menschen gedroht. Die Regierung hat deshalb die Richtlinien der Ausschreibung verändert. Damit haben nun auch größere Unternehmen die Möglichkeit, teilzunehmen.

„Wir glauben, dass diese Unternehmen, die an größeren Projekten arbeiten, keine Probleme mit den möglichen Reaktionen haben werden“, zitiert die Zeitung Kathimerini einen Sprecher des Ministeriums für Infrastruktur.

Die Türkei hatte immer wieder eine solche Moschee gefordert und dabei auch Unterstützung angeboten. Doch Griechenland will keine Einmischung aus der türkischen Regierung (mehr hier). Athen ist die einzige europäische Hauptstadt, in der keine Moschee steht. Dabei leben in Athen schätzungsweise 700.000 Muslime.

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