Türkei könnte Kanal Istanbul mit islamischen Anleihen finanzieren

Islamische Anleihen werden in der Türkei immer populärer. Sie könnten in naher Zukunft zur Finanzierung der geplanten Großprojekte in Istanbul dienen. Das jedenfalls meint der Chef der Istanbuler Börse, Ibrahim Turan.

Offenbar möchte die türkische Regierung ihre geplanten Infrastruktur-Projekte mit islamischen Anleihen finanzieren.

Dazu gehören neben dem Kanal Istanbul und dem neuen Flughafen in Istanbul, auch die geplante dritte Brücke am Bosporus. Eine islamische Anleihe heißt Sukuk und es gibt verschiedene Arten von Sukuks.

Der Vorsitzende der Borsa İstanbul (BİST), Ibrahim Turan, sagt, dass sich zinsfreie islamische Finanzierungsmöglichkeiten gut eignen für derartige Projekte, berichtet die Zeitung Taraf. In Betracht kämen vor allem Murabaha-Sukuks, die eine beschränkte Haftung mit sich bringen.

Auch unter nicht-muslimischen Geschäftsmännern finden sich Sukuk-Befürworter, berichtet finanzen.net. Zu ihnen gehört Neale Downes, Partner der Kanzlei Trowers Hamlins in Bahrain.

„Infrastruktur und Sukuks passen perfekt zusammen, weil man Geldmittel beschafft, die in ein spezielles Projekt fließen. Die Werte, die man schafft, können einen Gewinn abwerfen.“

Doch noch ist unklar, ob diese Art der Finanzierung der Bauprojekte in der Türkei auch wirklich umgesetzt wird. In Malaysia, Dubai und weiteren islamischen Ländern werden Sukuks schon seit Jahren bei Bauprojekt-Finanzierungen eingesetzt, berichtet Standard & Poor’s.

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