Ditib droht Nicht-Wählern mit Konsequenzen im Jenseits

Wer nicht wählen geht, könne das vor Gott nicht verantworten. Das erklärt der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Union (Ditib), Izzet Er. Er plädiert deshalb für den gemeinsamen Gang zur Wahlurne der Gemeinden am Sonntag.

Die Türkisch-Islamische Union (Ditib) ruft die in Deutschland lebenden Türken und Muslime dazu auf, sich an der Bundestagswahl zu beteiligen. Damit ist sie in guter Gesellschaft. Die meisten türkischen und muslimischen Vereine und Verbände haben in diesem Jahr einen allgemeinen Wahlaufruf gestartet.

Doch die Erklärung des Ditib-Vorsitzenden, Izzet Er, unterscheidet sich von den anderen. Neben der politischen Teilhabe sei die Wahlbeteiligung für das Seelenheil der Gläubigen wichtig. Wählen zu gehen, sei auch religiöse Pflicht. Der Bürger habe mit der Wahl die Chance, etwas zu verändern. „Wenn eine Person diese Möglichkeit nicht nutzt, glaube ich nicht, dass sie das im Jenseits verantworten kann“, zitiert die Zaman Er auf einer Pressekonferenz zur Bundestagswahl.

Um mehr Türkischstämmige zur Wahl zu bewegen, seien die einzelnen Vereine gefragt. Den Ditib-Gemeinden empfiehlt er, am Sonntag ein gemeinsames Frühstück zu veranstalten. Von dort aus könne die Gemeinde dann geschlossen zur Wahl gehen.

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