Rassismus: Rechtradikale bedrohen Bundestags​kandidaten Taş

Die Wohnungstür des Bundestagskandidaten der Linken, Hakan Taş, soll mit Nazisymbolen und einer Todesdrohung beschmiert worden sein. Doch er werde sich nicht einschüchtern lassen. Auch die Politikerin Sevim Dağdelen geht für die Linke ins Rennen und möchte in den Bundestag einziehen. Sie ist langjährige internationale- und migrationspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag.

Der türkisch-kurdischstämmige Bundestagskandidat der Linken, Hakan Taş, ist offenbar von Rechtradikalen bedroht worden. Seine Wohnungstür ist in der Nacht zum Samstag mit SS-Runen, der Parole „Ausländer raus! Bald bist du tot“ beschmiert worden.

Doch dies sei nicht die erste Drohung, die gegen einen Bundestagskandidaten mit Migrationshintergrund verübt wurde. „Diese Attacke reiht sich ein in eine Reihe von Drohungen von Kandidat_innen mit Migrationshintergrund. Viele haben in den letzten Wochen Briefe erhalten, die sie aufforderten, das Land zu verlassen“, schreibt Taş auf seiner Facebook-Homepage.

Der Vorfall kommt überraschend, da die Wohnungsadresse des linken Politikers seit geraumer Zeit geheim gehalten wird.

„Ich nehme diesen Vorgang durchaus ernst, werde mich aber dadurch nicht einschüchtern lassen. Als deutscher Staatsbürger mit Migrationshintergrund werde ich meinen Wahlkampf um ein Direktmandat in Reinickendorf für das Bundestag fortsetzen mich weiterhin als Abgeordneter für eine sozial gerechte Gesellschaft die frei von Diskriminierung Rassismus ist einsetzen.“

Eine weitere Bundestagskandidatin der Linken ist Sevim Dağdelen. Doch sie hat weitaus größere Chancen in den Bundestag einzuziehen, als Taş. Dağdelen ist entschiedene Kritikerin der „Kumpanei“ zwischen der türkischen- und deutschen Regierung. Sie setzt sich vehement gegen den Syrien-Krieg ein.

In den vorangegangenen Legislaturperioden als internationale- und migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, machte sie kein Geheimnis aus ihrem  Einsatz für Sozialschwache, Migranten und  eine gerechte Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.

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