Geiselnahme in Kenia: Wie eine türkische Touristin den Angriff erlebte

Die Türkin Şebnem Şaylan erlebte den Angriff auf ein Einkaufszentrum in Nairobi und kann sich auch zwei Tage danach nicht von dem Schock erholen. Sie beobachtete, wie Sicherheitskräfte aus Angst ihre Uniformen ablegten. Bisher sind knapp 70 Menschen getötet worden und mehr als 175 sind verletzt.

Şebnem Şaylan erlebte in Nairobi die schwersten Stunden ihres Lebens. Während sie sich retten konnte und nun wieder in der Türkei ist, sind noch mehrere Geiseln eingesperrt.

Seit Samstag sind 68 Menschen getötet worden. Mindestens 175 wurden bei dem Angriff der islamistischen Gruppe al-Shabaab getötet.

Die Türkin Şebnem Şaylan verbrachte 2,5 Stunden in dem Einkaufszentrum, bevor sie fliehen konnte. Nur eine Minute, nachdem sie das Einkaufszentrum in Nairobi betreten habe, erfolgte der Angriff (hier), erzählt sie der Zeitung Star.

Nach den ersten Schüssen habe sie sich mit ungefähr 150 anderen auf der Feuertreppe eines Supermarkts versteckt. Ein Kenianer unter ihnen sei verletzt worden. Die Erste-Hilfe-Maßnahmen wurden noch vor Ort durchgeführt. „Eine Stunde lang hörten die Schüsse überhaupt nicht mehr auf“, so Şaylan. Die Sicherheitskräfte des Einkaufszentrums zogen ihre Uniformen aus, um von den Angreifer für Zivilisten gehalten zu werden, sagt Şaylan weiter.

Erst nach 2,5 Stunden seien die ersten Polizisten eingetroffen. Diese führten sie dann über einen Kühlraum nach draußen.

„Ich habe den Schock noch nicht verdaut“, so die junge Frau. Mittlerweile ist sie wieder in der Türkei und erholt sich von dem Vorfall.

Mehr zum Thema:

Somalia: Al-Qaida verübt Anschlag auf türkisches Botschaftsgebäude 
Somalia: Autobombe explodiert vor türkischer Botschaft
Bombenattentat von Mogadischu: Türkei versorgt Verletzte

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.