US-Soldat verteidigt Muslim gegen rassistisc​he Beschimpfungen

Der amerikanische Fernsehsender ABC-News wollte wissen, wie Amerikaner auf anti-muslimische Äußerungen reagieren. Dazu stellte sie eine Szene in einem Supermarkt, in der ein Muslim von einer anderen Person angefeindet wurde. Ausgerechnet ein US-Soldat nahm den Muslim in Schutz. Doch auch weitere Supermarkt-Kunden reagierten ähnlich.

Ein US-amerikanischer Soldat hat in einem Supermarkt einen muslimischen Kassierer gegen die anti-muslimischen Äußerungen eines jungen Amerikaners verteidigt. Der junge Amerikaner weigerte sich, von dem Kassierer bedient zu werden.

Was der Soldat nicht wusste: Die gesamte Szene war gestellt. Der amerikanische Fernsehsender ABC News hatte sich ein Sozial-Experiment ausgedacht, um die Toleranz von US-Bürgern zu testen. Die landesweit bekannte Sendung heißt „What Would You Do?“

Unter den anderen Kunden des Supermarkts gab es weitere US-Bürger, die den Kassierer in Schutz nahmen. Diejenigen, die Wohlgefallen an den Beschimpfungen des „rassistischen“ Schauspielers hatten, waren zahlenmäßig in der Minderheit.

Der US-Soldat begründete seine Haltung damit, dass in den USA Religionsfreiheit herrsche.

„Wir leben in Amerika. Er hat die Freiheit, jede Religion zu haben, die er will (…) Du hast die Freiheit auch in anderen Supermärkten einzukaufen. Das ist der Grund, warum ich diese Uniform trage: Damit jeder frei leben kann in diesem Land.“

Der ABC-Reporter John Quiñones sagte dem Soldaten, dass seine Aussagen sehr heldenhaft gewesen seien. Doch der antwortete: „Nein! Ich versuche nur ein Mensch zu sein und mich für meine Mitmenschen einzusetzen. Egal, ob sie Muslime sind oder nicht. Wir sind alle Amerikaner. Punkt!“

Im vergangenen Jahr wurden auch muslimische Politiker mit anti-muslimischen Vorwürfen konfrontiert. Der ehemaligen stellvertretenden Stabschefin und persönlichen Assistentin Clintons, Huma Abedin, warfen Kongressabgeordnete Verbindungen zur Muslimbruderschaft vor. Die Urheber dieses Vorwurfs waren Michele Bachmann, Trent Franks, Tom Rooney, Louie Gohmert, und Lynn Westmoreland.

Doch US-Senator John McCain sagte in einer Rede, dass Abedin eine „ehrenhafte Frau, eine engagierte Amerikanerin und eine loyale Bedienstete“ sei. Drei weitere Republikaner folgten ihm und gaben öffentliche Erklärungen ab, die Abedin in Schutz nahmen.

Mehr zum Thema:

„No Muslim Parking“: Parkverbot für Muslime in Texas
Muslime im US-Kongress: Auch sie stehen unter Generalver​dacht
Koranverbrennung für 9/11 angedroht: Umstrittener US-Pastor Terry Jones in Florida verhaftet

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.