Syrien: Rebellen könnten Arbeit der UN-Waffeni​nspekteure sabotieren

Syriens Präsident Assad möchte das Chemiewaffen-Arsenal seines Landes der UN komplett offenlegen. Der Zugang zu den Lagern und Produktionsstätten soll den UN-Inspekteuren ermöglicht werden. Doch er befürchtet Sabotage-Akte seitens der Rebellen.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad ist zu einer Kooperation mit den UN-Waffeninspekteuren bereit. Alle Chemiewaffen-Lager sollen zugänglich gemacht werden. Das sei sicher.

Doch es bestehe die Gefahr, dass die „militanten Terroristen“ die Inspekteure an ihrer Arbeit hindern könnten. Diesen Auftrag sollen sie von einigen externen Staaten erhalten haben. Die Sicherheitssituation sei ungewiss.

„Ich meine insbesondere Orte, wo sich die bewaffneten Kräfte befinden. Die könnten die Ankunft der Experten verhindern wollen, um hinterher die Regierung zu beschuldigen(…) Die Regierung wird keine Probleme machen“, so Assad in einem Interview mit dem chinesischen Staatssender CCTV.

Auf Nachfrage der Reporterin, wie groß das C-Waffen-Arsenal Syrien sei, sagte Assad:

„Syrien hatte schon vor Jahrzehnten mit der Produktion von C-Waffen begonnen. Die Anzahl ist nicht gering. Wir sind ein Land, das sich im Krieg befindet. Einige unserer Landstriche sind schon seit 40 Jahren besetzt. Aber die syrische Armee setzt konventionelle Waffen ein.“

Zuvor hatte die Damaskus Dokumente über den Umfang der chemischen Waffen an die OPCW in Den Haag geliefert. Das Land soll im Besitz von 1.000 Tonnen Giftgas sein (mehr hier). Auch mit den Rebellen zeigt sich die Assad-Regierung kompromissbereit. Beide Seiten würde sich ein militärisches Nullsummenspiel liefern, so sein Stellvertreter Qadri Jamil (mehr hier).

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