Türkei: Gesundheit​sminister​ium kämpft gegen Masern-Vir​us aus Europa

Die Türkei hat eine mögliche Masern-Infektionswelle eingedämmt. Diese soll aus Europa stammen. Tatsächlich sind in zahlreichen EU-Staaten Masernausbrüche registriert worden. Insbesondere der „Bibelgürtel“ in den Niederlanden ist betroffen. Dort wollen sich die Menschen aus religiösen Gründen nicht impfen lassen.

In der Türkei soll aktuell ein Masern-Virus im Umlauf sein, der vom türkischen Gesundheitsministerium bekämpft wird. Der Virus soll aus Europa stammen. Das sei nun aufgrund von Laborproben erwiesen. Denn aktuell sei eine Infektionswelle in mehreren EU-Ländern im Umlauf.

„Die Anzahl der Ansteckungen ist in der Türkei zurückgegangen. Wir haben das mittlerweile unter Kontrolle“, zitiert die Zeitung Bursa Hakimiyet Mehmet Ali Torunoğlu, Mitarbeiter im türkischen Gesundheitsministerium.

Tatsächlich gibt es in Europa eine Infektionswelle von Masern, die sich auch zu einer Epidemie entwickeln könnte, berichtet die Ärzte Zeitung. Bis Mitte August seien 1360 Masernfälle registriert worden.

„Besonders betroffen ist weiterhin Berlin mit bisher 464 gemeldeten Erkrankten, die Welle hat sich auch nach Potsdam und Umgebung ausgedehnt mit insgesamt 57 Fällen in Brandenburg. Ein weiterer Fokus des Ausbruchs ist Bayern mit bisher 602 registrierten Fällen, mehr als die Hälfte davon gab es dabei in München.“

Doch besonders betroffen sind die Niederlande. Dort wollen sich strenggläubige fundamentalistische Protestanten nicht impfen lassen. Sie leben in den Regionen des sogenannten „Bibelgürtels“. Die meisten der landesweiten 1.458 Fälle wurden in jenen Regionen gemeldet, berichtet das Centrum für Reisemedizin (CRM).

Weitere betroffene Länder sind Großbritannien, Spanien, Frankreich, Italien, Irland, Rumänien und Georgien.

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