Freie Syrische Armee schließt sich Al-Qaida an

Insgesamt 13 Gruppen innerhalb der Freien Syrischen Armee sollen zusammen mit Al-Qaida-Gruppen eine neue Organisation gegründet haben. Sie nennt sich „Islamische Front“ und möchte aus Syrien einen islamistischen Staat machen.

Die politischen Vertreter der Syrischen Nationalen Koalition (SNC) haben einen schweren Stand. Große Teile der Freien Syrischen Armee (FSA) haben sich von ihnen losgesagt und sich mit der Al-Qaida-nahen Al-Nusra-Front zusammengeschlossen.

Diese neue Allianz aus 13 Gruppen soll sich „Islamische Front“ nennen und die Gründung eines islamischen Staats anstreben. Sie repräsentiere nach eigenen Angaben insgesamt 75 Prozent der bewaffneten Opposition, berichtet die Washington Post. Unter ihnen befinden sich Gruppen, wie zum Beispiel die Al-Tawhid-Brigaden, Ahrar-al-Sham oder Liwa al-Islam. Sie gehören zu den größten Anti-Assad-Kräften.

Charles Lister, Analyst beim militärischen und technischen US-Verlag IHS, sagte der AFP, dass diese Entwicklung „extrem schädlich“ sei. Von nun an werde es die SNC sehr schwer haben als legitimer Repräsentant der Opposition aufzutreten. Hinter dieser neuen Allianz stecke der Unmut über den Westen. Denn zuvor versprochene Waffenlieferungen und Finanzhilfen seien ausgeblieben. „Der Einfluss des Westens auf die syrische Opposition ist nun deutlich zurückgegangen“, so Lister.

Abdulkadir Saleh, Kommandant der Al-Tawhid Brigaden innerhalb der FSA, hatte im Mai in einem Interview mit der Cihan News Agency gesagt, dass Assad mehrmals C-Waffen eingesetzt habe. Deshalb zeige er Unverständnis für die passive Haltung des Westens. Offenbar wollen die bewaffneten Oppositionellen der EU und den USA komplett den Rücken kehren.

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