In Kenia ermordet: Bill Clinton kämpft bei Abschied von türkischer Mitarbeiterin mit den Tränen

Den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton hat die blutige Geiselnahme in Nairobi persönlich schwer getroffen. Unter den Opfern der Al-Shabaab-Miliz war auch die 33-jährige Elif Yavuz. Die schwangere Frau arbeitete für Clintons Stiftung in Kenia. Bei den Erinnerungen an die junge Türkin kämpfte Clinton in New York mit den Tränen.

Bei der viertägigen Geiselnahme im Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi kam am vergangenen Wochenende auch eine junge Türkin ums Leben. Die 33-jährige Elif Yavuz mit niederländischer Staatsbürgerschaft arbeitete in Kenia für die Stiftung des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Anlässlich der Jahresversammlung der Clinton Global Initiative in New York sprach der einstige Staatsmann am Dienstag über das Massaker und die junge Frau. Nur schwer gelang es dem Vater einer Tochter Haltung zu bewahren. Der 67-Jährige konnte seine Tränen nur schwer zurückhalten.

Die im achten Monat schwangere Yavuz war in Kenia als Malaria-Spezialistin tätig. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Ross Langdon starb sie während der Belagerung des Einkaufszentrums. Das Paar, so Clinton in New York, sei in dem Glauben nach Nairobi gekommen, „dass dort der sicherste und beste Ort wäre, um niederzukommen“. Nach dem Unglück habe er mit der Mutter der jungen Frau in den Niederlanden telefoniert. Das Ganze habe ihn sprachlos gemacht. „Ich erzählte ihr, wie gut ich mich an ein Treffen mit ihrer Tochter erinnern konnte“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet den ehemaligen Präsidenten. Erst vor sechs Wochen habe er sie in Tansania getroffen.

Elif Yavuz hatte ihren Doktortitel in Gesundheitspolitik an der Harvard University gemacht. Als Forscherin für Impfstoffe war sie für die Clinton Health Access Initiative (CHAI) tätig.

Unterdessen sollen in Nairobi nun offenbar auch deutsche Fachleute helfen, die Geiselnahme aufzuklären. Wie n-tv berichtet, habe das BKA sechs Mitarbeiter der Identifizierungskommission gen Kenia entsandt. Sie sollen nun bei der Identifizierung der Toten helfen. Unterstützt werden die kenianischen Behörden auch von Forensik-Experten aus den USA, Israel, Großbritannien, Kanada und andere Staaten.

Derweil läuft die fieberhafte Suche nach Verschütteten weiter. Elf Personen wurden bisher festgenommen. Eine türkische Touristin überlebte die Attacke (mehr hier).

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