Türkei stellt Bedingungen für bessere Beziehungen zu Israel

Israel habe nicht alle Bedingungen erfüllt, um die Beziehungen zur Türkei zu verbessern, meint der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu. Es könne allenfalls von „einigen Fortschritten“ die Rede sein.

Eine Entschuldigung für den Mavi Marmara Vorfall, eine Entschädigung für die Opferfamilien und ein Ende der Restriktionen „gegen Palästina“ – das sind die Bedingungen, die eine Zusammenarbeit derzeit offenbar nicht möglich machen. So schildert es Davutoğlu auf der UN-Genralversammlung am Mittwoch. Von türkischer Seite gebe es keinen Handlungsbedarf.

Während die erste Bedingung der Entschuldigung für den Tod von neun Personen auf der Mavi Marmara bereits erfolgt sei, warte die Türkei noch auf die anderen beiden. Im Fall einer Entschädigung für die Opferfamilien der Mavi Marmara seien bereits Fortschritte erreicht worden. „Wir hoffen, dass das abgeschlossen wird“, so Davutoğlu.

Nach einer Reihe von Gesprächen mit der Türkei hatte Israel sich bereit erklärt, Entschädigung für die Familien zu zahlen. Jede Familie sollte 100.000 Dollar erhalten. Das israelische Angebot wurde allerdings ausgeschlagen. Die Forderungen beliefen sich auf eine Million Dollar pro Familie.

Ein neuer Vorschlag beinhaltet die Staffelung der Entschädigungszahlungen je nach Alter des Opfers, der familiären Situation und anderen Faktoren, berichtet die Times of Israel.

Bei dem Angriff auf das Gaza-Hilfsschiff Mavi Marmara wurden 2010 neun Türken von der israelischen Armee getötet. Seitdem waren die türkisch-israelischen Beziehungen angespannt. Erst 2013 erfolgte eine Entschuldigung für den Vorfall (hier). Die Israelis stehen allerdings nicht hinter diesem Schritt der Regierung (mehr hier).

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