Frankreichs Innenminister will Roma abschieben

Für Frankreichs Innenminister Manuel Valls sind die Roma unwillkommene Gäste. Sie sollen wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Er sei für eine Abschiebung. Denn die Roma seien weder integrationswillig, noch passten sie zur französischen Kultur.

Roma aus der EU haben in Frankreich einen schweren Stand. Sie sind nicht nur bei der Bevölkerung unwillkommen, sondern auch bei Politikern. In diesem Zusammenhang sorgt Frankreichs Innenminister Manuel Valls mit Roma-feindlichen Äußerungen für Wirbel. Er möchte die Roma am liebsten alle in ihre Heimatländer abschieben.

Sie seien nicht bereit zur Integration. Doch er wolle sie auch nicht integrieren. Ihre Lebensweisen stehen im Gegensatz zur französischen Lebensweise. Frankreich habe nicht die Pflicht, „diese Menschen willkommen zu heißen“, sagte der Sozialist dem französischen Nachrichtensender BFMTV.

Sein Land könne nicht, das gesamte Elend der Welt ins Land lassen.

Doch Brüssel ließ Valls Aussagen nicht gelten. Der Sprecher der EU-Kommission, Oliver Bailly, sagt, dass jeder EU-Bürger eine Aufenthaltsfreiheit genieße. „Das ist ein fundamentales Recht aller EU-Bürger“, zitiert euronews den Kommissionssprecher.

Nach Angaben von Amnesty International wurden im ersten Halbjahr 2013 insgesamt 10.000 aus Frankreich ausgewiesen. In Frankreich sollen aktuell 20.000 Roma aus Bulgarien, Frankreich und dem ehemaligen Jugoslawien leben. Vergangenes Jahr wurden Tausende Roma aufgrund von Zwangsräumungen ihrer Lager obdachlos.

Aber auch der Gesamtbericht über die Menschenrechtslage in Frankreich fällt negativ aus. Neben den Zwangsräumungen von Roma-Siedlungen wird der französischen Polizei in mehreren Fällen „Tod in Polizeigewahrsam“ und „Folter“ vorgeworfen. Die Opfer sind ausschließlich Angehörige ethnischer Minderheiten.

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