Rating-Age​ntur warnt: Türkische Abhängigke​it von Auslands-K​apital ist ein Risiko

Die Türkei muss ihr Leistungsbilanz-Defizit durch den Zufluss von ausländischem Kapital finanzieren. Die Rating-Agentur Fitch schreibt in einer Mitteilung, dass das ein Risiko für die wirtschaftliche Lage des Landes mit sich bringt. Doch noch bestehe kein Grund zur Sorge. Denn die Türkei habe eine stabile Banken-Struktur.

Die Abhängigkeit von kurzfristigem Auslands-Kapital stellt ein Risiko für die Türkei dar. Den braucht die Türkei um ihr Leistungsbilanz-Defizit finanzieren zu können. Es besteht das Risiko, dass das Land einen wirtschaftlichen Crash erlebt.

Der Kapitalzufluss aus dem Ausland hat in den vergangenen Monaten abgenommen. Doch aufgrund der stabilen Banken-Strukturen der Türkei sei ein Crash aktuell unwahrscheinlich, schreibt die Rating-Agentur Fitch in einer Mitteilung.

Die öffentliche Verschuldung mache 38 Prozent des BIPs aus. Das sei ein akzeptabler Stand. Der Ausgang der kommenden Wahlen könne sich auf die Bonitätsnote des Landes auswirken. Auf das Risiko einer politischen Instabilität habe die Agentur ein besonderes Augenmerk.

Zuvor hatte auch die Rating-Agentur Standard and Poor’s in einer Mitteilung geschrieben, dass der Türkei eine Abstufung der Bonitätsnote drohen könnte (mehr hier).

Im Juli hatte der US-Wissenschaftler Nouriel Roubini gesagt, dass nicht nur die Türkei, sondern auch alle anderen Schwellenländer durch ihre Defizite in ihren Leistungsbilanzen gefährdet seien. Dazu gehören insbesondere Südafrika, Brasilien und Indien. Jenen Staaten drohe nicht etwa ein langsamer Rückgang des Wachstums, sondern ein regelrechter Crash (mehr hier).

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