Trauer um Turgut Özakman: Türkischer Autor stirbt mit 83 Jahren

Sein Buch „Diese verrückten Türken“ („Su Çılgın Türkler“) hat ihn über die Grenzen der Türkei hinaus bekannt gemacht. Jetzt ist der türkische Autor Turgut Özakman im Alter von 83 Jahren verstorben. In einem Krankenhaus in Ankara erlag er am Samstag einem Herzversagen.

Turgut Özakman konnte auf eine lange Karriere zurückblicken. Geschätzt wurde er nicht nur als Dramaturg, sondern auch als Administrator am Staatstheater und bei der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt TRT. Schon länger litt der Verstorbene an einer koronaren Herzkrankheit, die ihn nun das Leben kostete.

Özakman kam am 1. September 1930 in Ankara zur Welt und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt. Öffentlichen Ruhm erreichte er jedoch erst spät. Seinen patriotischen Epos „Diese verrückten Türken“  veröffentlichte er erst im Jahr 2005 im Alter von 75. In Romanform wird über 747 Seiten die Geschichte des türkischen Unabhängigkeitskampfes nach dem Ersten Weltkrieg, als die alliierten Truppen Anatolien besetzten, erzählt. Kritisch begutachtet wurde das Werk auch von deutschen Rezensenten. Der Vorwurf: Es sei „ein Buch nach dem Geschmack von Nationalisten und Generälen“. Der Autor selbst erklärt in seinem Nachwort. Der Unabhängigkeitskrieg sei einer der „legitimsten, moralischsten, heiligsten Kriege“.

Mittlerweile existieren auch zahlreiche Bühnenadaptionen von „Su Çılgın Türkler“. Ihm nach folgte unter anderem ein Buch über die Geschichte der Schlacht von Gallipoli und der Gründung der Republik in zwei Bänden, berichtet die Hürriyet. Der Roman „Diriliş Çanakkale 1915“ kam erst im vergangenen Jahr in die türkischen Kinos.

Der Autor hinterlässt seine Frau Ayla, ihre drei Kinder und vier Enkelkinder.

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