Wirtschaftsmotor Kate Middleton: Feigenexport aus Bursa deutlich angestiegen

Bursas Feigenproduzenten erzielen derzeit Rekordumsätze. Zu verdanken haben sie das jedoch eher einem Zufall. Seit bekannt wurde, dass Kate Middleton ihre Schwangerschaftsübelkeit mit ihren Früchten besiegt haben soll, füllen sich die Bestellbücher rapide. Nicht nur in Großbritannien gab es einen regelrechten Run, der gesamte Commonwealth wurde ergriffen.

Nicht erst seit der royalen Hochzeit im April 2011 steckt ganz Großbritannien im „Kate-Fieber“. Was trägt sie? Was findet sie chic? Kaum in der Öffentlichkeit präsentiert, stürmen die Landsleute die Geschäfte. Für das Königreich hat sich die Frau von Prinz William zu einem nicht mehr wegzudenkenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Kleider der jungen Frau oder zumindest preisgünstige Kopien, sind in windeseile vergriffen. Ein Glücksfall ist die 31-Jährige übrigens auch für die türkische Stadt Bursa. Hier geht es allerdings nicht um Mode, sondern um Feigen.

Wir drehen die Zeit zurück: Viel früher als bisher üblich, musste das Thronfolgerpaar im vergangenen Dezember mit der frohen Baby-Botschaft an die Öffentlichkeit. Der Grund: Kate litt an derart massiver Schwangerschaftsübelkeit, dass nur noch der Gang ins Krankenhaus blieb. Hyperemesis gravidarum (HG) lautete die Diagnose, die der werdenden Mutter das Leben ganz besonders schwer machte (mehr hier). Die vermeintlich erfolgversprechende Therapie: Feigen aus dem Westen der Türkei, so verbreiteten es zumindest die Zeitungen.

Mehr als 30 Millionen Dollar Umsatz

Die schwarzen Früchte aus Bursa wurden nicht nur als besonders wohlschmeckend angepriesen, sondern vor allem als reich an Vitamin B6 und Eisen. Daneben wurde auf Enzyme verwiesen, die die Verdauung erleichtern sollen. Jeden Morgen stünden sie auf dem Speiseplan von Kate, hieß es Ende Januar dieses Jahres.

Der legendäre „Kate-Effekt“ folgte auf dem Fuße: Die vermeintliche Vorliebe der Herzogin von Cambridge hat offenbar für einen deutlichen Anstieg der Feigen-Exporte im Vergleich zum Vorjahr gesorgt. Das berichtet die türkische Hürryiet. Nach Angaben der Produzenten hätten die Einnahmen mittlerweile einen „historischen Wert“ erreicht. Die Schwelle von 32 Millionen Dollar hätte man bereits überschritten.

Feige ist Aushängeschild der türkischen Landwirtschaft

Die Verkäufe auf den britischen Markt seien Dank der „Kate-Promotion“ um ganze 53 Prozent angestiegen. Andere Commonwealth-Staaten zogen nach. Die süßen Früchte gingen sogar nach Neuseeland. Zudem hätte sich der Umsatz in Ländern wie Israel, Bosnien und Herzegowina, Jordanien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten verdoppelt. Das Ergebnis: Die Frucht halte mittlerweile einen 18-Prozent-Anteil an den gesamten Ausfuhren der Türkei von Obst und Gemüse. Bei den Bauern gilt sie nun als  Aushängeschild der türkischen Landwirtschaft.

Ob die frischgebackene Mutter nach der Geburt von Söhnchen George am 22. Juli noch immer strenge Diät hält oder wieder zu ihrer geliebten Pizza greift, ist nicht bekannt. Sicher ist jedoch, eine bessere Geschichte – ob wahr oder nicht – hätten sich die Produzenten in Bursa kaum wünschen können (mehr hier).

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