USA sind „sehr besorgt“ über türkischen Rüstungsauftrag an China

Die Beziehungen zwischen Ankara und Washington stehen vor einer Zerreißprobe. Die Türkei hat einen milliardenschweren Rüstungsauftrag für ein Luftabwehrsystem an ein chinesisches Unternehmen vergeben. Das Unternehmen steht seit Februar unter US-Sanktionen.

Die USA sind unzufrieden über den jüngsten Rüstungsauftrag der Türkei an China. Washington sei „sehr besorgt“ über die Vergabe des Luftabwehrraketen-Auftrags an eine Firma, die seit Februar unter US-Sanktionen steht.

Die chinesischen Systeme seien zudem nicht kompatibel mit den aktuellen NATO-Beständen der Türkei. NATO-Diplomaten sind überrascht über die Entscheidung Ankaras. Erwartet wurde eine Vergabe des Auftrags an das US-Unternehmen Raytheon oder an das französisch-italienische Konsortium Eurosam, berichtet Reuters.

Doch der türkische Präsident Abdullah Gül sorgt nun mit neuen Aussagen für Verwirrung. Er dementiert jegliche Berichte über eine endgültige Auftragsvergabe. China stehe lediglich an der Spitze der Auswahlliste.

„(…) Es besteht kein Zweifel, dass die Türkei in der NATO ist. Doch es gibt technische und wirtschaftliche Dimensionen. Diese werden ausgewertet“, zitiert die Hürriyet Gül. Die Türkei brauche nun einmal ein eigenes Luftabwehrsystem. Offenbar sind sich der Präsident und die türkische Regierung uneins.

Zuvor hatte die türkische Regierung einen vier Milliarden US-Dollar schweren Rüstungsauftrag an den chinesischen Rüstungskonzern China National Precision Machinery Import and Export Corporation (CPMIEC) vergeben. CPMIEC soll den türkischen Luftraum mit Raketen des Typs HQ 9 ausstatten. Das HQ 9 Luftabwehrraketen-System ist das modernste Abwehrsystem der chinesischen Armee. Es besitzt die Fähigkeit ballistische Interkontinentalraketen abzufangen.

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