Wegen Telefongespräch mit Obama: Irans Revolutionsgarde kritisiert Präsident Rohani

Die iranische Revolutionsgarde ist schlagkräftig und hat einen politischen Einfluss im Iran. Ihr Vorsitzender General Mohammad Ali Jafari stellt sich nicht gut mit dem neuen Präsidenten Irans, Hassan Rohani. Das Telefongespräch zwischen Obama und Rohani hält der Militär-Chef für fehl am Platz. Zudem droht er damit, Rohani zurechtzuweisen falls er „Fehler“ machen sollte.

Offenbar tun sich politische Risse im Iran auf. Der Oberbefehlshaber der Iranischen Revolutionsgarde, General Mohammad Ali Jafari, hat den iranischen Präsidenten Rohani für ein Telefongespräch mit Obama kritisiert. Rohani habe eigentlich während seiner Rede vor der UN-Vollversammlung eine „harte“ und „angemessene“ Position angenommen.

„Er hatte sich geweigert, mit Obama ein Treffen abzuhalten. In derselben Art und Weise hätte er auch dieses Telefongespräch verweigern müssen, um konkrete Schritte der USA abzuwarten“, zitiert Khaleej Times Jafari. Er sprach auch eine Warnung an den amtierenden iranischen Präsidenten aus.

„Wenn wir Fehler sehen, die von Offiziellen begangen werden, dann wird die Iranische Revolutionsgarde die nötigen Warnungen aussprechen. Doch nun müssen die USA den guten Willen [Rohanis] anerkennen und dem Iran entgegenkommen. Alle Sanktionen gegen den Iran müssen aufgehoben werden. Iranische Kapitaleinlagen in den USA müssen wieder freigegeben werden. Das iranische Nuklearprogramm muss akzeptiert werden.“

Hassan Rohani ist den „Falken“ des iranischen Regimes ein Dorn im Auge. Ihm wird Nachgiebigkeit und Schwäche vorgeworfen. Bei seiner Ankunft am Mehrabad-Flughafen in Teheran wurde er aus einer Menge von Demonstranten mit einem Schuh beworfen. Rohani erlitt zwar keine Verletzungen. Doch die Demonstranten schrien „Tod den Vereinigten Staaten.“

Offenbar wird der iranische Präsident von einem Teil der Iraner als Kollaborateur angesehen.

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