Türkin wird Vodafone-Chefin für die Regionen Nahost, Afrika und Asien

Die Vodafone Turkey-Chefin Serpil Timuray soll von nun an in Afrika, Asien und im Nahen Osten die Geschicke des britischen Telekommunikations-Unternehmen leiten. Doch sie ist nicht nur eine Geschäftsfrau, sondern auch im Bereich der geschlechtlichen Gleichstellung tätig. Mit einer Gruppe von Türkinnen hat sie die Initiative „Frauenbewegung im Technologiesektor“ ins Leben gerufen. Das Projekt dient auch der UN als Vorbild.

Die Türkin Serpil Timuray wurde von der britischen Mobilfunkgesellschaft Vodafone zur Chefin der AMAP-Märkte ausgewählt. Zu den AMAP-Märkten gehören neben der Asien-Pazifik Region auch der Nahe Osten und Afrika.

Timuray war seit 2009 Chefin von Vodafone Turkey und ist aktuell Geschäftsführerin von Danone Turkey. Zudem ist sie Aufsichtsrätin bei der Vodacom Group in Südafrika. Ihre Karriere begann sie beim US-amerikanischen Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble.

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Vodafone Group, Vittorio Colao, sagt in einer Mitteilung, dass Timuray zu den fähigsten und erfolgreichsten Führungskräften gehöre. Deshalb sei die Wahl auf sie gefallen.

Serpil Timuray hat zudem mit einer Gruppe von weiteren türkische Frauen die Initiative „Frauenbewegung im Technologiesektor“ ins Leben gerufen, sagte sie dem Fernsehsender aHaber. Das türkische Familienministerium unterstützt das Projekt.

„Wir möchten mit unserem Projekt ein Vorbild für die Frauenbewegungen in der Welt werden. Es geht uns dabei um die Steigerung der Produktivität der Frauen. Dabei haben wir vor allem die Technologiebranche als Betätigungsfeld im Blickfeld. Die türkische Frau soll als Vorbild dienen. Wir freuen uns sehr, dass die türkischen Minister uns dabei unterstützen.“

Die Gruppe wurde 2013 nach New York eingeladen, um das Projekt vor der UN vorzustellen. Es gilt mittlerweile als Vorbild für andere Länder.

Doch Timuray ist nicht die einzige Führungskraft aus der Türkei, welche auf der internationalen Ebene erfolgreich ist. Seit Beginn des Jahres sind mehrere türkische Geschäftsleute in hohe Positionen von Weltkonzernen aufgestiegen. So wurde der türkische Präsident und Geschäftsführer der Coca Cola Company, Muhtar Kent, auch in den Vorstand des US-amerikanischen Unternehmens 3M einberufen (mehr hier).

Die Chefin der Sabancı Holding, Güler Sabancı, wurde in den Aufsichtsrat von Siemens gewählt (mehr hier). Der Vorstandsvorsitzende der Koç Holding, Ali Koç, wurde in demselben Jahr in den Beirat der Bank of America berufen (mehr hier).

In Führungspositionen der höchsten Ebene von Weltkonzernen befinden sich aktuell 50 Türken, berichtet das Nachrichtenportal yazete.com.

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