Afghanistan: Mindestens Fünf Zivilisten bei NATO-Angriff getötet

Bei einem Luftangriff der NATO in Afghanistan sind fünf Jugendliche und Kinder getötet worden. Die NATO sagt, dass es ein „Präzisions-Angriff“ gewesen sei. Die Jungen waren auf Vogeljagd und trugen Waffen bei sich. Im August hatten die Taliban 17 Straßenbauarbeiter getötet.

Bei einem Luftangriff der NATO in Ost-Afghanistan sind mindestens fünf Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern sollen sich auch Kinder befinden. Sie sollen auf Vogeljagd gewesen sein. Offenbar hat die NATO die Gruppe für feindliche Kräfte gehalten.

NATO-Sprecher Oberstleutnant Will Griffin sagt, dass es sich bei dem Einsatz um einen „Präzisions-Angriff“ gehandelt habe, berichtet Al Jazeera.

Seit dem Afghanistan-Einsatz im Jahr 2001 ist es immer wieder zu derartigen Vorfällen gekommen. Im September wurden ebenfalls bei einem NATO-Angriff 16 Zivilisten getötet. Auch da handelte es sich bei den Opfern mehrheitlich um Kinder und Frauen.

Doch auch die Taliban attackieren Zivilisten. Im August töteten sie 17 Straßenbauarbeiter. Der Vorfall ereignete sich in der westlichen Provinz Herat.

Alleine in der ersten Hälfte 2013 sind bisher etwa 1000 Zivilisten getötet und weitere Tausende verwundert worden.

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