Arbeitslosigkeit: Journalisten sind in der Türkei am stärksten betroffen

Die Medienbranche in der Türkei ist stark betroffen von der Arbeitslosigkeit. Etwa 20 Prozent aller Journalisten haben keinen Job. Vor allem Hochschulabsolventen haben es schwer, eine Anstellung zu finden.

Journalisten in der Türkei weisen die höchste Arbeitslosenquote auf. Der liegt bei dieser Berufsgruppe aktuell bei 20 Prozent. Die Gesamt-Arbeitslosigkeit beträgt hingegen 8,8 Prozent. Der Vorsitzende der Verwaltungsbehörde für amtliche Veröffentlichungen, Mehmet Atalay, sieht die Lage der Journalisten besonders kritisch. Seine Behörde trage die Hauptverantwortung für die aktuelle Situation.

Der Mediensektor müsse ausgebaut werden, um das Problem zu bekämpfen. Denn viele der Journalisten gehen aufgrund der Aussichtslosigkeit ihrer Lagen in Frührente. Anschließend versuchen sie von 700 bis 800 Lira (259 bis 296 Euro) zu leben, berichtet das Nachrichtenportal Internet Haber.

Doch im Vergleich zum März hat die Arbeitslosigkeit bei Journalisten um 2,1 Prozent abgenommen. Insbesondere türkische Journalismus-Absolventen haben es schwer, eine Anstellung zu bekommen. Der absolute Anteil von Hochschul-Absolventen an der erwerbsfähigen Bevölkerung liegt bei etwa 4,9 Millionen Personen (mehr hier).

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