Türkei friert Vermögen von Al-Qaida ein

Die AKP-Regierung greift gegen das Terror-Netzwerk Al-Qaida durch. Vermögen von Al-Qaida-nahen Personen und Organisationen werden eingefroren. Damit folgt Ankara den Vorgaben der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Zuvor hatte Al-Qaida der Türkei mit Selbstmordanschlägen gedroht.

Die türkische Regierung hat das Vermögen von 339 Personen und 67 Organisationen eingefroren. Sie sollen im Verdacht stehen, dem islamistischen Terrornetzwerk Al-Qaida und den Taliban in Afghanistan Gelder zufließen zu lassen.

Mit diesem Vorstoß folgt Ankara den Vorgaben der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats 1988 (2011) und 1989 (2011), die Folgeresolutionen zur Resolution 1904 (2009) sind. Diese sind deutlich: Jeglicher geschäftliche Verkehr mit Personen, Vereinigungen, Organisationen oder Unternehmen, die im Verdacht stehen, mit Osama bin Laden, der Al-Qaida oder den Taliban in Kontakt zu stehen, müssen verboten werden.

Die Sanktionsliste des UN-Sicherheitsrats umfasst detaillierte Angaben über die verdächtigten Personen und Organisationen.

Bereits Anfang Oktober hatten Anti-Terror-Einheiten der türkischen Polizei im Zuge einer Razzia sechs Personen festgenommen. Sie werden verdächtigt, die Türkei als Umschlagplatz für die Rekrutierung von Al-Qaida-Kämpfern nach Afghanistan und Syrien zu nutzen. Es sollen zahlreiche Beweisdokumente sichergestellt worden sein.

Zuvor hatte Al-Qaida der Türkei mit Selbstmordanschlägen in Ankara und Istanbul gedroht (mehr hier).

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