Tom Hanks‘ Leben mit Diabetes: Schauspieler wird nie mehr gewichtige Rollen spielen

Hollywood-Superstar Tom Hanks kam in dieser Woche mit einer echten Schocknachricht um die Ecke. Der sympathische US-Schauspieler ist an Diabetes Typ 2 erkrankt. Könnten seine dramatischen Gewichtsschwankungen für einzelne Rollen der Grund für sein Leiden sein? Künftig will der 57-Jährige seine Gesundheit jedenfalls nicht mehr risikieren und seinem Körper solche Strapazen nicht mehr zumuten.

Eigentlich wollte er nur seinen neuen Film „Captain Phillips“ promoten. Doch stattdessen machte Tom Hanks in der „The Late Show with David Letterman“ ein überraschendes Geständnis. Der Schauspieler ist an Diabetes Typ 2 erkrankt. Sein Entschluss steht daher fest: Drastische Gewichtsschwankungen, wie er sie in der Vergangenheit für Filmrollen auf sich genommen hat, wird es künftig nicht mehr geben.

Tom Hanks: Gewichtsschwankungen bis zu 25 Kg

Während seiner Karriere hat die Waage von Tom Hanks so einiges mitmachen müssen. Für „Philadelphia“ verlor er satte 13 Kilogramm. Noch heftiger trieb er es für den Streifen „Castaway“, der ihn gleich 25 Kilogramm kostete. Nicht viel besser lief es im Film „Eine Klasse für sich“. Auch hierfür schwankte die Anzeige um 13 Kilogramm, fasst der Guardian zusammen. Für den zweifachen Oscar-Preisträger ist gewiss: Diese Strapazen müssen etwas mit seiner Erkrankung zu tun haben. Gerade wenn man schwer sei, würde man viel ungesundes Essen verzehren und keinen Sport treiben, so der Schauspieler.

Symptome, so Hanks weiter, habe er bereits seit 20 Jahren. Zudem sei er wahrscheinlich genetisch vorbelastet. Dazu sei dann noch ein entsprechender Lebensstil gekommen, den er über viele Jahre gepflegt habe. Stets sei er jedoch gesund gewesen, habe gute Werte, wie etwa einen guten Cholesterinspiegel gehabt. Doch dieses ganze Zu- und Abnehmen sei eine Sache für junge Leute, so Hanks. „Ich habe mit einigen Schauspielern gesprochen, die für eine Filmrolle zugenommen haben. Alleine die körperliche Belastung für Knie und Schultern, das will niemand noch einmal tun.“ Er sei jetzt 57 Jahre alt und denke nicht, dass er einen Job annehmen oder in den Urlaub fahren und dafür sorgen würde, dass er 30 Pfund zunehme.

Anders als bei Diabetes Typ 1 kann Hanks jedoch aktiv werden. Während Typ 1 nicht heilbar ist, kann Typ 2 durch eine Gewichtsreduktion angegangen werden. Noch sei für den „Forrest Gump“-Star die Krankheit kontrollierbar. Einige Pfunde soll er überdies bereits losgeworden sein. Auf das vom Arzt angeratene Gewicht, welches er zuletzt in der High School hatte, wolle er es allerdings nicht mehr bringen.

Weltweit gut 200 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus

Mit seiner Erkrankung ist Hanks in der Promiwelt übrigens nicht allein. Halle Berry, die vor kurzem mit 47 Jahren zum zweiten Mal Mutter wurde, erhielt ihre Diabetes Typ I-Diagnose bereits mit 23. Auch die Musiker Neil Young und Chris Rea sollen unter der Krankheit leiden. Doch sie sind nur einige unter vielen. Nach Angaben des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) sind weltweit fast 200 Millionen Menschen von Diabetes mellitus betroffen. Zwei Drittel der Patienten leben in Entwicklungsländern. Bis zum Jahr 2025 wird mit einem Anstieg auf 333 Millionen Betroffene gerechnet. Tendenz weiter steigend.

In Deutschland leiden allein etwa 0,4 Prozent der Bevölkerung an Typ-1-Diabetes, die Hälfte davon erkrankt bereits im Alter von unter 20 Jahren, so der Diabetesinformationasdienst München. Das sind geschätzte 10.000 bis 15.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 14 Jahren. In der Gruppe der 0- bis 19-Jährigen sind es demnach 21.000 bis 24.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Mehr zum Thema:

Diabetes Typ I im Kindesalter: Insulinpumpen haben sich bewährt
Jugendliche mit Migrationshintergund erkranken häufiger an Diabetes
Deutsche Pharma-Innovationen: Diabetes und der Schlaganfallversorgung sind Kernkompetenzen

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.