Ausschreitungen in Göppingen: Situation zwischen Polizei und Demonstranten eskaliert

Bei einer Gegendemonstration zu einem Neo-Nazi-Aufmarsch in Göppingen eskalierte die Lage zwischen der Polizei und den Demonstranten. Es gab Verletzte. Beide Seiten machen die jeweils anderen für die Gewalt verantwortlich.

In Göppingen ist es bei einer Gegendemonstration zu einem Aufmarsch von Neo-Nazis zu schweren Ausschreitungen gekommen. Um Ausschreitungen wie im vergangenen Jahr zu verhindern, sperrte die Polizei am Samstag große Teile der Innenstadt von Göppingen. Als Gegendemonstranten die Absperrungen überwinden wollten, eskalierte die Lage.

Die Polizei gibt an, dass die Demonstranten Flaschen, Steine und Böller geworfen hätten. Die Demonstranten berichten von äußert hartem Vorgehen der Polizei, so die Stuttgarter Zeitung. So sollen Schlagstöcke und Tränengas gegen die meist sehr jungen Linken eingesetzt worden sein. An drei Stellen in der Innenstadt wurden Gruppen zwischen 30 und 50 Personen eingekesselt, zum Teil mit berittener Polizei. Auf beiden Seiten gab es Verletzte, die Zahl ist noch unbekannt.

Schon bevor der Zug mit den Neonazis Göppingen erreicht hatte, sorgten die Gegner mit brennenden Reifen auf den Gleisen für Verzögerungen. Mehrere Fernverkehrs- und Regionalzüge standen still. Der Aufmarsch wurde aus diesem Grund um eine Stunde verkürzt.

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