Ein Jahr nach dem Tod von Johnny K.: Türkische Gemeinde besucht Gedenkveranstaltung

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, hat an einer Gedenkveranstaltung für den getöteten Johnny K. teilgenommen. Der Berliner wurde vor einem Jahr Opfer eines Gewaltverbrechens auf dem Alexanderplatz.

Am Montag fand in Berlin eine Gedenkveranstaltung für Johnny K. statt. Die Zusammenkunft wurde von der Schwester des Getöteten, Tina K., organisiert. Auch Vertreter der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD) waren anwesend.

Im Oktober 2012 wurde Johnny K. Opfer einer Prügelattacke auf dem Alexanderplatz. Der 20-Jährige starb aufgrund von Hirnblutungen im Krankenhaus. Der Vorfall löste deutschlandweit Entsetzen aus. Doch rechtradikale Kreise versuchen den Vorfall zu missbrauchen, um eine türkenfeindliche Agenda voranzutreiben.

Denn bei den Tätern handelt es sich um sechs junge Türken. Gegen die wurden zwar Haftstrafen verhängt. Doch rechtskräftig sind die Urteile noch nicht.

TGD-Vorsitzender Kenan Kolat sagte den DTN:

„Ich war dort anwesend, um ein klares Zeichen gegen jegliche Art von Gewalt  zu zeigen. Die Schwester des Getöteten hat kein Wort über die ethnische Herkunft der Täter verloren. Damit hat sie rassistischen Kreisen keinen Anlass für rassistische Argumentationen gegeben. Sie hat trotz ihrer Schmerzen ein sehr menschliches Zeichen gesetzt. Ich war auch da, um sie persönlich zu unterstützen.“

Der Alexanderplatz ist in den vergangenen Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Von Januar bis September wurden 3941 Anzeigen erstattet, berichtet n-24.de. Auch am vergangenen Wochenende gab es wieder zwei Zwischenfälle.

In der Nacht zum Samstag bedrohte ein 35-Jähriger eine Gruppe von Jugendlichen mit einem Messer. Auch in der Nacht zum Sonntag kam es vor einem Tanzclub auf dem Alexanderplatz zu einer Schlägerei. Drei Menschen wurden verletzt.

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