Trauer in der Fußballwelt: Trainer Bruno Metsu stirbt mit 59 Jahren

Senegals ehemaliger Fußballnationaltrainer, Bruno Metsu, ist tot. Der einstige französische Profi-Spieler blieb vielen Fußballfans vor allem durch seinen beeindruckenden Lauf mit der senegalesischen Mannschaft bis ins Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Erinnerung. Jetzt soll er einem Krebsleiden erlegen sein.

Bruno Metsu ist am frühen Dienstagmorgen verstorben. Der Nachfolger von Diego Maradona bei Al-Wasl und einstiger Trainer der senegalesischen Nationalmannschaft wurde nur 59 Jahre alt. Erst im vergangenen Juli hatte der Coach seine Krebserkrankung öffentlich gemacht.

Bei einer Routineuntersuchung hätten die Ärzte Krebs im Endstadium diagnostiziert, berichtet der Kicker. Eigentlich hatten die Mediziner ihm darauf hin nur noch drei Monate Zeit gegeben. Entsprechend hatte er bereits im Oktober 2012 seinen Trainerjob bei Al-Wasl aus Dubai aufgegeben. In der französischen Sportzeitung L’Equipe machte er sein Leiden schließlich in diesem Sommer öffentlich. Jetzt verstarb er in seinem Geburtsort Dünkirchen an Enddarm-, Leber- und Lungenkrebs.

Die Fußballwelt zeigt sich bestürzt über den Tod des französischen Fußballtrainers. Von Seiten des französischen Klubs OSC Lille heißt es etwa: „Mit großer Traurigkeit haben wir den Tod von Bruno Metsu aufgenommen. Lille, dessen Präsident Michel Seydoux , und alle Spieler und das Personal des Vereins, sowie die Fans, überbringen seinen Lieben ihr aufrichtiges Beileid“, zitiert die türkische Zeitung Zaman. Ähnliches ist auch von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zu hören: „Ich bin tief betroffen durch Bruno Metsus Tod. Er war ein bemerkenswerter Trainer, der attraktiven Fußball über alles liebte. Doch er war auch ein gebildeter Mann, ich bin sehr traurig.“

Metsus größter Trainererfolg ereignete sich während der Fußball-Weltmeisterschaft 2002. Als seine senegalesische Mannschaft tatsächlich das schier Unmögliche schaffte und damaligen Weltmeister Frankreich mit 1:0 besiegte. Nach einem Sieg über Schweden schaffte es die Truppe damals bis ins Viertelfinale. Dann mussten sich die Spieler allerdings gegen die Türkei geschlagen geben (0:1).

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