Appell an alle Länder: Türkischer OPCW-Direktor verlangt Ächtung von C-Waffen

Der Direktor der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen ist ein Türke. Sein Name ist Ahmet Üzümcü. Vergangene Woche haben er und weitere OPCW-Inspekteure den Friedensnobelpreis erhalten. Doch Üzümcü gibt sich nicht zufrieden damit. Der Einsatz von C-Waffen müsse weltweit geächtet werden. Das schließe alle Nationen ein.

Der türkische Direktor der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), Ahmet Üzümcü, verlangt eine internationale Ächtung aller C-Waffen. Jene Ächtung dürfe sich nicht nur auf Syrien beschränken, sondern müsse alle Nationen der Welt einschließen.

Der Friedensnobelpreis für die OPCW sei nur ein weiterer Ansporn für die Organisation gewesen. Die OPCW sei auf dem richtigen Weg und habe noch viele Aufgaben vor sich, berichtet The Hindu. Doch Üzümcü hält die C-Waffenvernichtung in Syrien für eine große Herausforderung.

Erschwerend komme hinzu, dass sich einige C-Waffen-Depots in den Händen der bewaffneten Opposition befinden, berichtet Demokrat Haber. Der Zugang zu diesen Stätten sei mit großen Gefahren verbunden. Deshalb sei ein Waffenstillstand zwischen der syrischen Regierung und den Rebellen unerlässlich.

Auch der syrische Präsident Assad sagte zuvor, dass die „militanten Terroristen“ die Inspekteure an ihrer Arbeit hindern könnten. Die Sicherheitssituation sei ungewiss. Sabotage-Aktionen seitens der Rebellen seien nicht ausgeschlossen (mehr hier).

Syrien soll im Besitz von etwa 1000 Tonnen Giftgas sein (mehr hier).

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