Nicht die Türkei: Supertalent Adnan Januzaj schließt die Elf von Fatih Terim aus

Er ist derzeit der begehrteste Newcomer der Fußballwelt. Die Sport-Gazetten reißen sich um ihn. Adnan Januzaj von Manchester United ist spätestens jetzt jedem Fußballfan ein Begriff. Die Berichterstattung kreist im Augenblick vor allem um eine Frage: Für welche Nationalmannschaft wird sich der 18-Jährige entscheiden? Die Türkei, so viel ist bereits sicher, wird es nicht.

Am 5. Oktober dieses Jahres sollte sich die Welt für Adnan Januzaj verändern. Denn zuvor nur als Jugendspieler gehandelt, katapultierte sich der 18-Jährige plötzlich auf die Titelseiten der Sportblätter. An diesem Spieltag begegnete Manchester United dem Tabellenletzten Sunderland. Nach einer blamablen Leistung geriet Manchester United 0:1 in Rückstand. Dann betrat Adnan Januzaj die Bühne. Bei seinem ersten Spiel von Beginn an, drehte das Supertalent im Alleingang das Spiel und sorgte mit zwei Treffern für einen 2:1 für Manchester United. Seit diesem Match hat sein Trainer David Moyes ihm den Stammplatz nicht mehr weggenommen.

Aufgrund seiner starken Leistungen bekam der 18-Jährige gleich einen neuen Vertrag von seiner Mannschaft. Vor allem weil die komplette Konkurrenz daran interessiert war, den Spieler zu verpflichten. Nun war zwar die Vereinsfrage erst einmal geklärt, doch die Situation für die Nationalmannschaft gestaltete sich nicht so eindeutig. Denn Adnan Januzaj ist Belgier, seine Eltern kommen aus Kosovo-Albanien. Weiterhin besitzt er Wurzeln in der Türkei und in Serbien, hinzu kommt noch die Fußballkarriere in England.

Vor allem der belgische und englische Verband versuchen den Spieler für sich zu gewinnen. Nach wochenlangen Spekulationen meldete sich Adnan Januzaj erstmals zu Wort. Dabei stellt er klar, dass er noch von keinem Verband eine offizielle Anfrage erhalten habe. Jedoch teilte er mit, dass bei seiner Wahl Albanien an erster Stelle, Belgien an zweiter Stelle und England an dritter Stelle folge. Serbien und die Türkei würden für ihn bei der Wahl der Nationalmannschaft keine Rolle spielen, berichtet The Telegraph und bezieht sich dabei auf ein Interview des Spielers beim albanischen Fernsehsender KTV.

Warum er die Türkei kategorisch ausschließt, darüber lässt sich allerdings nur spekulieren. Noch immer wirkt der Spiele-Manipulationsskandal und die damit verbundenen Repressalien für Vereine und einzelne Entscheidungsträger in den Köpfen der fans und Akteure nach (mehr hier). Auch die Leistungen der türkischen Nationalmannschaft waren in den vergangenen Monaten nicht rühmlich. Erst mit Fatih Terim gelang zuletzt ein kleiner Aufschwung, der allerdings nicht für die WM-Teilnahme 2014 ausreichte (mehr hier).

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