FIFA in Sorge um zypriotischen Fußball: Griechen und Türken endlich an einem Tisch

Schon Anfang dieses Jahres standen die Zeichen auf Annäherung. Im kommenden Monat sollen nun tatsächlich Vertreter des türkischen und des griechischen Teils von Zypern an einen Tisch kommen, um dem Inselfußball neue Perspektiven zu geben. Eingeladen wurden sie hierzu von höchster Stelle: FIFA-Präsident Sepp Blatter.

FIFA-Präsident Sepp Blatter hat Vertreter des griechisch-zypriotischen und des türkisch-zypriotischen Fußballs zu einem Runden Tisch eingeladen. Gemeinsam sollen sie über eine „provisorische Vereinbarung über Fortschritte für den Fußball im gesamten Land“ diskutieren und diese auch aufstellen. Grundlegend für die Vereinbarund sollen die FIFA- und UEFA- Statuten sein.

„Es wird erwartet, dass die beiden Delegationen am Ende der Beratungen ein Dokument unterschreiben werden, das mit Zustimmung der FIFA und der UEFA Schritte für den Fortschritt des Fußballs in ganz Zypern aufzeigt“, zitiert Reuters die Bekanntmachungen der beiden Seiten. Das Arrangement müsse von den Generalversammlungen beider Fußballverbände unterzeichnet werden.

Das Treffen soll bereits am 5. November am Sitz des Weltverbandes FIFA stattfinden. Details darüber, was genau ausgehandelt werden soll, drangen nicht an die Öffentlichkeit. Neben FIFA-Chef Joseph Blatter soll jedoch auch UEFA-Präsident Michel Platini teilnehmen.

Zypern ist bereits seit 1974 geteilt. Im Norden der Insel hat die Türkei rund 30.000 Soldaten stationiert. Analog zur völkerrechtlichen Stellung beider Inselteile ist Zyperns Fußball-Verband CFA aus dem griechischen Teil bei FIFA und UEFA anerkannt. Gegründet wurde er bereits 1934. 1955 traten die türkischen Vereine aus. Die griechisch-zypriotischen Mannschaften spielen im internationalen Wettbewerb. Anders sieht es mit dem zyprisch-türkischen Verband CTFA aus. Die hier ansässigen Teams nehmen derweil an Turnieren teil, die nicht unter dem Dach der FIFA stattfinden, wie etwa die VIVA-Weltmeisterschaft.

Schon Anfang dieses Jahres kündigten Offizielle von beiden Seiten des geteilten Zyperns an, dass man nahe daran wäre, die beiden rivalisierenden Fußball-Organisationen der Insel wieder zu vereinen. Offizielle von beiden Seiten des geteilten Zyperns haben erklärt, dass man nahe daran wäre, die beiden rivalisierenden Fußball-Organisationen der Insel wieder zu vereinen. „Es gibt Licht am Ende des Tunnels“, zitierte die türkische Tageszeitung Zaman im vergangenen Januar den Präsidenten des griechisch-zypriotischen Fußballverbands Costas Koutsokoumnis mit Blick auf eine baldige Einigung. Zuvor hatte er sich mit seinem türkisch-zypriotischen Amtskollegen Hasan Sertoğlu ausgetauscht. „Wir sind uns in den meisten Punkten einig, wir müssen das Paket aber noch so schnüren, dass auch andere Leute damit einverstanden sind.“ (mehr hier).

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