Krieg in Syrien: Jetzt gehen der Bevölkerung die Lebensmittel aus

Im krisengebeutelten Syrien wird in Kürze eine Million Tonnen an Nahrungsmitteln fehlen. Geschuldet ist dieser Umstand der millionenfachen Vertreibung. Mehr als vier Millionen Menschen sind inner- und außerhalb des Landes auf der Flucht. Die landwirtschaftliche Produktion ist zum Erliegen gekommen.

Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) ist besorgt über die Versorgungssituation in Syrien. Aufgrund der Massenflucht der syrischen Bevölkerung ist auch die Landwirtschaft des Landes zusammengebrochen. Es wird befürchtet, dass schon bald eine Million Tonnen an Lebensmitteln fehlen könnten.

„Mehr als vier Millionen Menschen haben ihre Häuser in Syrien verlassen. Das bedeutet, dass die landwirtschaftliche Produktion fast vollständig zum Erliegen gekommen ist“, zitiert die türkische Hürriyet FAO-Mitarbeiter und Koordinator für die Zentralasien, Mustafa Sinaceur. Aufgrund der Daten, die der FAO vorlägen, komme man auf eine Versorgungslücke von einer Million Tonnen. Diese sollte von der UN gedeckt werden. Derzeit halten sich allein 600.000 syrische Flüchtlinge in der Türkei auf (mehr hier).

Nicht nur die syrische Bevölkerung befindet sich in einer prekären Lage. Rund 870 Millionen Menschen weltweit leiden unter chronischer Unterernährung. Schätzungsweise 24 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind aufgrund von Mangelernährung unterenwickelt. Rund zwei Milliarden Menschen weltweit können es sich nicht leisten, sich ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Gleichzeitig gibt es schätzungsweise 1,4 Milliarden Menschen mit Übergewicht.

Die seit März 2011 tobenden Unruhen haben Syrien mittlerweile fast vollständig zerstört. Um die bisher entstandenen Schäden zu reparieren, bräuchte es in Syrien eine Millionenschaft an Bauarbeitern. Die Kosten hierfür würden sich auf über 70 Milliarden Dollar belaufen. Die Rechnung geht allerdings nur auf, wenn der Wiederaufbau sofort begänne. Doch derzeit droht weitere Zerstörung, ein Ende des Bürgerkrieges ist nicht in Sicht (mehr hier).

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