Deutsch-Türkischer Autor fordert Staats-Monopol für Drogenhandel

In seinem Roman „DZ“ geht der deutsch-türkische Schriftsteller Selim Özdogan auf den Umgang mit Drogen ein. Es geht ihm vor allem um die Regulierung des Drogenhandels. Deshalb fordert er ein Staats-Monopol für den Drogenhandel.

Buchautor Selim Özdoğan ist der Ansicht, dass der Drogenhandel in Deutschland staatlich kontrolliert werden müsse. In diesem Zusammenhang gebe es eine sehr willkürliche Drogengesetzgebung in Deutschland.

So seien einige Drogen erlaubt, weil sie gesellschaftlich akzeptiert sind. Dazu gehören auch Kaffee und Alkohol. Andere wiederum seien komplett verboten. Deutschland sei schon längst eine Drogengesellschaft.

Drogenabhängige seien in allen gesellschaftlichen Schichten, Berufen und Altersklassen vorzufinden. Sein persönlicher Vorschlag bei einer Legalisierung von Marihuana ist, dass der Staat dann das Drogenmonopol komplett in die Hände nehmen müsse.

Großkonzernen dürfe dieser Bereich nicht überlassen werden. Andernfalls würden zahlreiche Marihuana-Marken auf den Markt kommen. „Das setzt aber voraus, dass man dem Staat traut, und das würde ich im Moment nicht tun“, sagte Özdoğan im Interview mit dem Deutschlandradio Kultur.

Es müsse eine Veränderung geben. Sowohl Juristen als auch Wissenschaftler müssen sich im Rahmen einer Legalisierungsdebatte Gedanken über die Drogen-Problematik machen. Er sei als Autor nur für die Zweifel zuständig.

Die Anzahl der Drogentoten in Deutschland belief sich 2012 auf 944 Personen. Das ist der niedrigste stand seit 1988, berichtet das BKA. Doch die Anzahl der jährlichen Alkohol-Toten liegt bei 74.000 Personen, berichtet die Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

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