Wegen Ärger mit Ausländeramt: Asylbewerber schlägt 20 Fensterscheiben ein

Ein Asylbewerber hat in Fulda etwa 20 Fensterscheiben eines Amtsgebäudes kaputt geschlagen. Auslöser war sein Frust über die Ablehnung eines Aufenthaltsantrags beim Fuldaer Ausländeramt.

Weil das Ausländeramt in Fulda einem Asylbewerber keinen Aufenthalt gewährt hat, hat dieser aus Frust 20 Fensterscheiben eines öffentlichen Gebäudes zerstört. Der Sachschaden beläuft sich auf 20.000 Euro. Nach Angaben eines Zeugen schlug der Täter die Fenster mit Steinen ein, die an der Rasenkante unter den Fenstern des Gebäudes fand.

Der Vorfall spielte sich vergangene Woche in Fulda ab. Ein 20-jähriger Asylbewerber aus Soest habe beim Ausländeramt in Fulda vorgesprochen. Er wollte einen Aufenthalt in Fulda erzielen, berichtet fuldaerzeitung.de. Das Ausländeramt lehnte ab. Einen Tag später kam es dann zu der Tat des 20-Jährigen.

Anschließend wurde der junge Mann von der Polizei festgenommen. Doch nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft soll der Täter entlassen und mit der Bahn nach Soest zurückgeschickt worden sein, berichtet fuldaerzeitung.de.

In Deutschland gilt für Asylbewerber die Residenzpflicht. Diese verpflichtet Asylbewerber und geduldete ausländische Staatsbürger dazu, sich nur in dem von der zuständigen Behörde festgesetzten Bereich aufzuhalten. Innerhalb der EU gibt es nur in Deutschland eine derartige Vorschrift. Doch zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen fordern die Abschaffung der Residenzpflicht (mehr hier).

Offenbar wollte der straffällig gewordene Asylbewerber seinen Wohnort um jeden Preis von Soest nach Fulda wechseln. Anders ist seine Reaktion nach der Ablehnung durch das Ausländeramt in Fulda nicht zu erklären.

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