Russlands Wirtschaft setzt auf Nano-Technologie

Russland möchte in Zukunft verstärkt in die Nano-Technologie-Branche investieren. Offenbar hat der Kreml erkannt, dass eine fast ausschließlich auf Energieträger-Exporte gestützte Wirtschaft Risiken in sich birgt. Bis 2030 sollen insgesamt eine Billion Euro in Nano-Technologie-Projekte investiert werden.

Russland möchte bis zum Jahr 2030 insgesamt eine Billion Euro in die Forschung und Entwicklung (FuE) investieren.

Dazu hat der Technologie-Konzern Russian Corporation of Nanotechnologies (RUSNANO) zusammen mit dem Gouverneur der Stadt Perm einen regionalen Nano-Technologie-Fonds eingerichtet. RUSNANO hat ein aktuelles Investitions-Budget in Höhe von zehn Milliarden US-Dollar, berichtet nano start Investments.

„Nano-Technologie ist schon längst eine treibende Kraft der Wirtschaft Russlands geworden“, zitiert radio THE VOICE OF RUSSIA den RUSNANO-Chef Anatoly Chubais. In den vergangenen drei Jahren sei die Verbundmaterial-Branche um 20 Prozent gewachsen, so Chubais.

Die Gründung von RUSNANO im Jahr 2007 wurde von Wladimir Putin veranlasst. Das staatliche Unternehmen wurde zu Beginn mit einem Budget in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar ausgestattet. In den kommenden Jahren könnte es zu Unstimmigkeiten zwischen Putin und Chubais kommen. Denn Chubais ist ein Anhänger der Privatisierung.

Seinem Wunsch nach soll RUSNANO bis 2020 privatisiert werden. Doch Putin ist bekannt dafür, strategisch wichtige Industrie- und Technologiezweige in staatlichen Händen zu halten, berichtet Bloomberg.

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