Fußball verbindet Religionen: In Edirne kicken Imame gegen Priester

Die türkisch-bulgarische Grenzstadt Edirne wird in der kommenden Woche Schauplatz eines ungewöhnlichen Fußballspiels. Die beiden Mannschaften stammen nicht nur aus unterschiedlichen Ländern, sie haben auch auch einen anderen Glauben. Gegeneinander an treten türkische Imame und bulgarische Priester.

An der türkisch-bulgarischen Grenze will man die Ökumene über den Sport vorantreiben. In eine Fußballspiel in Edirne begegnen sich kommende Woche Imame und Priester.

Diyanet-Sen-Chef von Edirne, Mahmut Eroglu, erklärt den Hintergrund der Begegnung wie folgt. Die Gewerkschaft der türkischen Religionsbehörde (Diyanet-Sen) habe das Match ins Leben gerufen, um auf diesem Wege die Beziehungen mit religiösen Vertretern aus den angrenzenden Bulgarien zu entwickeln. Das berichtet die Nachrichtenseite Worldbulletin. Ein Wirken in Edirne betreffe immer auch zwei Länder. Eroglu zufolge, hätten die Imame gute Beziehungen zu den Priestern in den Kirchen. Erst im vergangenen Jahr hatte der Gouverneur von Edirne, Gökhan Sözer, Aleksandır Çıkırık, den Pastor einer bulgarisch-orthodoxen Kirche in Edirne, jedoch bewusst geschnitten (mehr hier).

„Es geht hier nicht um ein Fußballspiel. Wir wollen von hier eine Botschaft in die Welt hinaus senden“, so Eroglu weiter. „Wir haben Verwandte in Bulgarien und Griechenland. Wir wollen zeigen, dass wir als Männer des Glaubens in dieser Welt friedlich miteinander leben können.“ Darüber hinaus wolle man solche Spiele sowohl in Bulgarien und Griechenland organisieren.

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