Ende der Urlaubssaison: 200.000 Türken verlieren ihren Job

Auch in der warmen Mittelmeerregion um Antalya versiegen nun die Touristenströme. Mit dem Ende der Urlaubsaison schließen in diesem Jahr erneut rund 70 Prozent der touristischen Einrichtungen. Gut 200.000 Türken stehen dann über den Winter ohne Job da.

Mit dem Winter kommt für viele Beschäftigte in der Mittelmeer-Provinz Antalya auch die Zeit der Arbeitslosigkeit. Nach Schätzungen des türkischen Hoteliers Verbands (TÜROFED) bedeutet die Schließung von gut 70 Prozent der Anlagen gleichzeitig einen Verlust von rund 200.000 Saison-Arbeitsplätzen.

„Rund 70 Prozent der großen touristischen Einrichtungen, die 300.000 Menschen beschäftigen, werden bis Ende des Monats geschlossen werden“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu TÜROFED-Chef Osman Ayık. Dies bedeute, dass etwa 200.000 Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren würden und bis zum Start der neuen Saison warten müssten.

Plus trotz Gezi-Park-Protesten

Trotz der unruhigen Sommermonate zog die Türkei in diesem Jahr acht Prozent mehr Touristen als 2012 an. Nach wie vor sind die Deutschen Spitzenreiter bei den Besucherzahlen (mehr hier). Im dritten Quartal 2013 erreichten die Einnahmen aus diesem Sektor 11,5 Milliarden Euro. Auch das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum, so das türkische Statistikinstitut (TÜİK). Einem aktuellen Bericht der Welttourismusorganisation (UNWTO) zufolge, rangiert die Türkei auf Platz drei der Länder mit steigenden Touristeneinnahmen in den ersten acht Monaten dieses Jahres. Auf diesen Zeitraum bezogen betrage die Steigerung ganze 22 Prozent (mehr hier).

Die Proteste in der Türkei waren kein gutes Signal, um Touristen anzulocken. Die teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei inklusive Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas warfen ein negatives Licht auf das Land. Während die Bosporus-Metropole Istanbul die Auswirkungen der Proteste deutlich zu spüren bekommen hat (mehr hier), war die Lage in den türkischen Touristenhochburg allerdings entspannt.

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