Türkei wird Goldimporte um 71 Prozent steigern

Die Türkei hat in den vergangenen Jahren zunehmend Gold importiert. Das Gold hat sie gebraucht, um Handel mit dem Iran zu betreiben. Denn der Erdgasimport aus dem Iran wurde mit dem Edelmetall beglichen. Doch die Goldexporte sind rückläufig.

Die Türkei wird dieses Jahr ihre Goldimporte im Vergleich zum Vorjahr um 71 Prozent steigern.

2012 importierte das Land Gold im Wert von 7,6 Milliarden US-Dollar. Dieses Jahr wird Gold im Wert von 13 Milliarden US-Dollar importiert werden, berichtet die Zeitung Bugün. Die Informationen sollen aus einem Papier hervorgehen, welches dem AKP-Abgeordneten Ali Babacan vorliege. Doch die Goldexporte gehen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Türkei hatte 2012 Gold im Wert von 13,3 Milliarden US-Dollar exportiert. Dieses Jahr wird sich der Wert der Goldexporte auf 4,2 Milliarden US-Dollar belaufen.

Der Rückgang bei den Goldexporten steht offenbar im Zusammenhang mit den Iran-Sanktionen. Iranischen Banken wurden im vergangenen Jahr die Nutzung des SWIFT-Systems untersagt. Somit wurde im Vorfeld der elektronische Zahlungsverkehr komplett gestoppt. Es konnte weder Geld ins In- noch ins Ausland fließen.

Die Türkei kaufte fortan iranisches Erdgas mit Gold auf. Gold wurde die wichtigste Handelswährung für Abnehmer von iranischen Energieprodukten. Doch am 1. Juli haben die USA jegliche Goldlieferungen an den Iran verboten. Somit fiel auch der Erdgashandel mit Gold als Zahlungsmittel weg (mehr hier).

Die Türkei war der wichtigste Erdgas-Kunde des Iran (mehr hier).

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