Hilfe für die Philippinen: Erstes türkisches Flugzeug gelandet

Am Montag sind die ersten gut 65 Tonnen an Hilfsgütern aus der Türkei auf den Philippinen angekommen. Auch Rettungskräfte wurden bereits los geschickt. In der Türkei selbst wurden Hilfskampagnen vorbereitet. Die Lage nach dem verheerenden Taifun „Haiyan“ ist immer noch katastrophal und ausgesprochen unübersichtlich.

Drei Tage nach der wohl schlimmsten Naturkatastrophe der Philippinen ist das erste türkische Flugzeug im Krisengebiet gelandet. Ein Fracht-Airbus brachte Zelte, Decken, Küchengeräte und andere Hilfsmittel vom Türkischen Roten Halbmond. Koordiniert wurde der Transport vom türkischen Katastrophenschutzministerium (AFAD).

Bereits Sonntagnacht brachen der stellvertretende Ministerpräsident Beşir Atalay und AFAD-Präsident Fuat Oktay in Richtung Katastrophengebiet auf, um mit den philippinischen Behörden zu sprechen. Vort Ort wollte man sehen, welche weitere Hilfe konkret benötigt werde. Das berichtet die türkische Zeitung Zaman.

Türkische Helfer machen sich vor Ort ein Bild

„Wenn wir herausgefunden haben, was vor Ort noch gebraucht wird, werden wir weitere Hilfe über das AFAD und die Türkische Internationale Agentur für Zusammenarbeit (TİKA) senden“, so Atalay bereits vor dem Abflug auf die Philippinen. Türkische Hilfsorganisationen haben derweil damit begonnen, erste Rettungstrupps zu entsenden. „Eine zehnköpfige Rettungsmannschaft von uns hat bereits die Philippinen erreicht“, sagt Yusuf Yıldırım von der Hilfsorganisation Kimse Yok Mu. Daneben wolle man 6.500 Lebensmittelpakete an die Opfer verteilen.

„Unsere freiwilligen Vertreter auf den Philippinen werden dafür sorgen, dass die Lebensmittelpakete in der Hauptstadt Manila vorbereitet sind und von der Armee via Hubschrauber ins Katastrophengebiet transportiert werden.“ Auch Atalay sicherte bereits zu, dass die türkische Regierung Rettungsteams entsenden werde, falls die Philippinen diese anfordern würden. Die Mannschaften stünden bereit. Ein Trupp, der die  Verteilung von Hilfsgütern vor Ort übernehmen wird, ist bereits mit Atalay aufgebrochen. Auch der Präsident des türkischen Roten Halbmonds, Ahmet Lütfi Akar, der sich derzeit mit einem Team seiner Organisation in Australien aufhält, wird in Richtung Philippinen aufbrechen.

Reis und Wasser werden am dringendsten gebraucht

Unterdessen bereiten die türkischen Hilfsorganisationen Deniz Feneri und Cansuyu eigene Hilfskampagnen für die Philippinen vor.  Die Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (İHH) hat bereits ein kleines Hilfsteam losgeschickt. Reis und Wasser, so İHH-Sprecher, Emrullah Öztürk, seien das, was die Menschen dort derzeit am nötigsten brauchen würden.

Nach Angaben der philippinischen Behörden sind mindestens zwei Millionen Menschen in zehn Provinzen von der Katastrophe betroffen, mindestens 23.000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Rund 800.000 Menschen sollen aus ihren Häusern geflohen sein. Mindestens 10.000 Menschen starben in den am stärksten betroffenen Gebieten.

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