Rekruten für den „Heiligen Krieg“: Salafisten werben auf Schulhöfen

Auch Deutschlands Schulen sind offenbar nicht mehr sicher vor Salafisten. Die islamistischen Eiferer versuchen nun, verstärkt auf den Schulhöfen des Landes Nachwuchs zu bekommen. Insbesondere Schulen in Hessen sollen betroffen sein.

Salafisten in Deutschland suchen nach Nachwuchs und haben die Schulhöfe für sich entdeckt. An insgesamt sechs Schulen im Frankfurter Raum haben sie bisher Anwerbeversuche durchgeführt.

Dabei gehen sie offenbar sehr offensiv vor. So wurde vor einer Schule gleich ein ganzer Aktionsstand eingerichtet, berichtet hr-online.de. Die Strategie wirkt. Einige der jungen Menschen fallen auf die Masche rein. Sie begeistern sich für den „Heiligen Krieg“ der Salafisten. Bisher sind 30 junge Menschen aus Hessen auf der Seite der Salafisten in den Krieg nach Syrien gezogen.

Sie sollen alle unter 25 Jahre alt sein. Neun von ihnen sind noch Schüler. Zudem befindet sich ein 16-Jähriger unter ihnen.

Lehrer und Eltern sind besorgt und hilflos. Der Ruf nach einer Radikalisierungs-Prävention wird immer lauter. Deshalb haben die Islamwissenschaftler Rauf Ceylan und Michael Kiefer ein Buch verfasst, welches sich mit der Prävention von Radikalisierungs-Prozessen auseinandersetzt (mehr hier).

Im vergangenen Jahr sagte Rauf Ceylan in einem DTN-Interview, dass sich der Salafismus gegen die islamischen Traditionen stelle. Die Salafisten wollen einen Islam der sich ausschließlich an der Zeit seiner Entstehung orientiert. Moderne Auslegungen lasse er nicht zu. Ist man erstmal Teil der Gruppierung, sei es wie in einer Sekte schwer, diese wieder zu verlassen, so Ceylan (mehr hier).

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