Polizei-Gewalt gegen russischen Diplomaten: Niederlande will keine Entschädigung zahlen

Die Niederlande verweigern Russland eine Entschädigungs-Zahlung für einen russischen Diplomaten. Zuvor hatten niederländische Sicherheitskräfte den Diplomaten in seiner Privatwohnung überfallen.

Die Niederlande weigern sich, eine Entschädigung für den Polizei-Überfall auf einen russischen Diplomaten zu leisten. Außenminister Frans Timmermans sieht keinen Anlass für einen derartigen Schritt.

„Wir sehen keinen Grund für eine Entschädigung. Wir haben unsere Argumente in einer diplomatischen Note an das russische Außenministerium herangetragen und warten auf eine Antwort“, zitiert RIA Novosti Timmermans.

Anfang Oktober hatte die Polizei von Den Haag eine Razzia in der Wohnung des russischen Diplomaten Dmitri Borodin durchgeführt. Borodin soll bei dem Einsatz von den Beamten misshandelt worden sein, berichtet RIA Novosti. Die Nachbarn Borodins sollen ihn aufgrund er Anwendung von Gewalt gegen die eigenen Kindern angezeigt haben.

Am 15. Oktober wurde der 60-jährige niederländische Diplomat Onno Elderenbosch in seiner Moskauer Wohnung überfallen. Die Täter lauerten vor der Wohnung des Vize-Botschafters im Herzen Moskaus. Sie stießen ihn fesselten und attackierten ihn. Bisher ist nicht bekannt, wer sich hinter dem Angriff verbirgt. Es ist jedoch von einem homophoben Hintergrund auszugehen (mehr hier).

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